Sportliches Mega-Ereignis

Stopp in Immenhausen: Deutschland-Tour für das Deutsche Sportabzeichen

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Vorbereitung: Bei Lars Obermann laufen die Fäden zusammen. Auf dem Bildschirm ist die Einteilung des Stadions zu sehen. Die Jüngsten haben die Möglichkeit, einen Geschicklichkeitsparcours zu absolvieren und erhalten dann Medaillen.

Immenhausen – Es wird das sportliche Mega-Ereignis des Jahres werden: Am Mittwoch, 19. Juni, macht die Deutschland-Tour für das Deutsche Sportabzeichen Station in Immenhausen.

Zehn Städte sind bei dieser Tour dabei – und das vergleichsweise kleine Immenhausen wird nach Städten wie Berlin, Cottbus und Ludwigshafen der fünfte Tourstopp sein.

Seit Wochen schon ist die örtliche Turn- und Sportvereinigung (TSV), allen voran Lars Obermann, dabei, organisatorisch alles auf die Reihe zu bekommen. Allein für den Vormittag haben sich Schulen mit 1400 Schülern angemeldet, um das Abzeichen abzulegen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Lohnt ein Besuch in Immenhausen?

Und ob. Im Bernhardt-Vocke-Stadion wird ein Programm geboten, das nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen einlädt. Dazu sind Sportgrößen vor Ort. Zehnkämpfer Frank Busemann beispielsweise, der bei Olympia 1996 in Atlanta für viele völlig überraschend die Silbermedaille gewann.

Welche Mitmachaktionen gibt es?

Zunächst einmal können alle, die dazu Lust haben, das Sportabzeichen machen und die dazu nötigen Disziplinen absolvieren. Da das Angebot kostenlos ist, entfällt für die Schwimmprüfung auch der Eintritt ins Bad. Doch auch wer nur aus Spaß an der Freud kommt, hat ein buntes Angebot: Für die Jüngsten gibt es eine Hüpfburg, ein Menschenkicker wird aufgebaut, Water-Walking-Ball ist möglich, das Schießen auf eine große Torwand, ein Geschicklichkeitsparcours und noch vieles mehr.

Wie viele Besucher werden erwartet?

Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, werden wohl über 2000 Menschen nach Immenhausen kommen. Deshalb hoffen die Veranstalter auch, dass sie von Regen verschont bleiben.

Wie viele Helfer sind im Einsatz?

Um die 200. Die örtliche TSV stellt davon den Großteil, doch auch der Kreis und andere Behörden und Einrichtungen haben tatkräftige Hilfe zugesagt.

Erhalten die Helfer eine Entschädigung?

Nein. Sie machen die Arbeit ehrenamtlich. Selbstverständlich ist dies nicht. In größeren Städten wird teilweise ein kleiner Anerkennungsbetrag ausbezahlt, um genügend Helfer zu bekommen. Auf dem Land funktioniert das Ehrenamt. Ganz mit leeren Händen sollen die Helfer dennoch nicht nach Hause gehen. Die T-Shirts, an denen sie zu erkennen sind, dürfen sie selbstverständlich behalten. Und auch für das Mittagessen sorgt die TSV.

Was gibt es für die Gäste zu Essen und Trinken?

Auf Sportplätzen gibt es natürlich die obligatorische Bratwurst. Dass sie gut gegrillt ist, dafür sorgen die TSV-Fußballer. Und für Waffeln und Kaffee sorgt die Schwimmabteilung. Wasser und Vitamalz gibt es von einem Sponsor kostenlos. Was es nicht gibt, sind alkoholische Getränke. Es werden viele Kinder erwartet, deshalb hat der federführende Deutsche Olympische Sportbund auf Alkohol verzichtet.

Wie viel kostet die Veranstaltung?

Für die Besucher nichts. Die TSV wird insgesamt gut 10 000 Euro ausgeben. Über Sponsoring und Verkauf hofft man, „dass es ein Nullsummenspiel wird“, so Lars Obermann.

Welche Besonderheiten bietet der Tourstopp in Immenhausen?

Die Veranstaltung wird inklusiv angeboten, sie richtet sich also auch an Menschen mit Handicap. Um von Schülern der Käthe-Kollwitz-Schule oder von Bewohnern der Baunataler Werkstätten den Druck zu nehmen, bestimmte Zeiten und Weiten zu erreichen, die für das Sportabzeichen nötig sind, können sie Stationen auch einfach so absolvieren. Außerdem gibt es ein Mini-Sportabzeichen für die Jüngsten. Und: Um den Inklusionsgedanken zu fördern, kommt auch Samuel Koch nach Immenhausen. Er bietet am Dienstag ab 20 Uhr in der Kirche St. Georg sein Programm „Rolle vorwärts“.

Um welche Zeit besucht man das Fest am besten?

Nachmittags. Vormittags ab 8.30 Uhr wird es rappelvoll sein, wenn die 1400 Schüler kommen. Ab 14 Uhr dürfte es ruhiger werden. Ab 16 Uhr haben sich dann schon einige Vereine angemeldet. Um 20 Uhr ist Schluss.

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