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Süßmuth-Gelände: Stadt Immenhausen kauft die Glashütte

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Von: Bernd Schünemann

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Die Süßmuth-Hallen in Immenhausen
Ärgernis: Die Süßmuth-Hallen sollen 2023 verschwinden und dafür Wohnungen entstehen. © Bernd Schünemann

Eine neue Runde um die seit langem angestrebte Nutzung des Süßmuth-Geländes in Immenhausen beginnt: Die Stadt hat das Grundstück mit den verfallenden Hallen gekauft.

Immenhausen - Die Stadtverordneten hatten dem Kauf in einer nicht öffentlichen Sitzung zugestimmt. Jetzt wurde bei einem Notartermin der Kaufvertrag unterzeichnet, teilte Bürgermeister Lars Obermann am Dienstagabend im Stadtparlament mit.

Nach dem Willen der Stadt sollen dort Wohnungen entstehen. Der Bürgermeister kann sich auch ein Ärztehaus vorstellen, sagte er auf HNA-Anfrage. Noch seien Änderungen im Bebauungsplangut möglich, erklärte der Bürgermeister. Denn der Plan liege zwar vor, sei aber noch nicht bestandskräftig. Obermann möchte das Gelände beispielsweise gemeinsam mit einer Wohnungsbaugenossenschaft entwickeln.

Kaufpreis nicht öffentlich genannt

Zuvor hatte ein Duderstädter Investor versucht, dort Wohnungen zu errichten. Auch diese Pläne waren spätestens Anfang 2021 gescheitert, weil das Unternehmen andere Schwerpunkte setzte (HNA berichtete). Von dem Unternehmen hat die Stadt das Grundstück gekauft.

Einen Kaufpreis nannte Obermann nicht, weil nur nicht öffentlich im Stadtparlament darüber gesprochen worden war. Im Immenhäuser Haushaltplan waren 400.000 Euro für den Grundstücksankauf vorgesehen. Obermann ist zuversichtlich, dass es diesmal gelingen wird, die Pläne umzusetzen. Die Ideen früherer Investoren für das Gelände füllen mehrere Ordner im Rathaus.

Untersuchungen vor Abriss erforderlich

Bevor die Süßmuth-Hallen abgerissen werden können, ist Geduld erforderlich: Denn Untersuchungen sind notwendig. Dazu zählen eine faunistische Untersuchung sowie ein Gebäudeschadstoffgutachten, sagte der Bürgermeister in der Stadtverordnetenversammlung. Deshalb geht Obermann davon aus, dass der Abriss frühestens 2023 beginnen kann.

Bei einem anderen Projekt geht es zumindest langsam voran: Der Abriss der ehemaligen Musikkneipe „Grüner Baum“ in der Oberen Bahnhofstraße hat begonnen. Das Dach ist abgetragen. Auch dort will der Investor Wohnungen bauen. (Bernd Schünemann)

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