Mitglieder entscheiden über den Bau

TSV Immenhausen plant Gesundheitszentrum

Über den Bau eines Gesundheitszentrums – unser Symbolbild – berät die Immenhäuser Turn- und Sportvereinigung. Der Vorstand will jetzt die Mitglieder informieren und abstimmen lassen.  
Archivfoto: Panthermedia
+
Über den Bau eines Gesundheitszentrums – unser Symbolbild – berät die Immenhäuser Turn- und Sportvereinigung. Der Vorstand will jetzt die Mitglieder informieren und abstimmen lassen.

Nach dem Bau des Kunstrasenplatzes berät der Vorstand der Turn- und Sportvereinigung Immenhausen (TSV) über ein weiteres großes Vorhaben: ein Gesundheitszentrum.

Immenhausen - Bevor das Projekt gestartet werden kann, stimmen zunächst die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung darüber ab. Außerdem hat der Verein bei der Stadt nachgefragt, ob sie eine Fläche kostenlos oder zur Erbpacht zur Verfügung stellen und 30 Parkplätze anlegen könne.

In der Jahreshauptversammlung will der TSV-Vorstand die ungefähr 1600 Mitglieder informieren und beraten lassen. Der Vorstand hofft, dass die Versammlung im April stattfinden kann, sagte Kassenwart Lars Obermann. Die Mitglieder sollen in einer Präsenzversammlung darüber beraten und abstimmen, nicht in einer digitalen Veranstaltung.

Detailplanung nach Zustimmung

Wenn die Mitglieder dem Vorhaben zustimmen, beginnt die Detailplanung. Deswegen liegen bis jetzt noch keine Architektenzeichnungen und Kostenschätzungen vor.

Obermann weist dafür auf ein Projekt des SC Edermünde hin. In der Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis baut der Sportverein ein ähnliches Projekt – allerdings größer als in Immenhausen. Dort ist der Bau mit gut zwei Millionen Euro veranschlagt. In Immenhausen dürften die Kosten niedriger liegen.

Parlament stimmt Antrag zu

Die Immenhäuser Stadtverordneten haben sich bereits mit dem TSV-Antrag befasst. Die Stadtverordneten hatten in ihrer jüngsten Sitzung im Dezember bei zwei Enthaltungen dafür gestimmt, dass die Stadt Flächen bereitstellt. Kritische Stimmen dazu kamen auch im Haupt- und Finanzausschuss von der Freien Liste.

Diese mögliche Erweiterung des Angebotes in dem Sportzentrum an der Bernhardt-Vocke-Straße stieß im Parlament schließlich trotzdem auf Zustimmung. Michaela Fleckenstein (SPD) hatte hervorgehoben, dass die TSV mit diesem Angebot auf veränderte Ansprüche reagiere. CDU-Sprecher Lothar Diet-rich sprach von einem guten Vorschlag der TSV.

Allerdings müssten alle Vereine in der Stadt gleich behandelt werden, hieß es in der Sitzung weiter. Dietrich schlug einen Erbbauvertrag für das Grundstück vor. Eine kostenlose Überlassung sei nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht möglich. Außerdem müsse vor einer endgültigen Entscheidung die Finanzierung bekannt sein – und damit mögliche weitere Kosten für die Stadt.

Für die TSV der beste Standort

Aus TSV-Sicht ist das freie Grundstück neben dem Akku der beste Standort. Der Verein benötige eine Fläche von etwa 1000 Quadratmetern für den Bau, heißt es in dem TSV-Schreiben an die Stadt. An der vereinseigenen Jahnturnhalle gibt es laut Vorstand keine Erweiterungsmöglichkeit.

Deswegen hat der Verein nach einem anderen Standort gesucht – und den aus seiner Sicht am Jugendzentrum gefunden. (Bernd Schünemann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.