Sportverein plant Millionenprojekt

TSV-Mitglieder sagen Ja zu Gesundheitszentrum in Immenhausen

Viele Fitnessgeräte stehen im neuen Fitnesszentrum des SC Edermünde.
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Ein Blick in das neue Fitnesszentrum des SC Edermünde. So ähnlich könnte ein Gesundheitszentrum der TSV Immenhausen aussehen.

Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder der Turn- und Sportvereinigung Immenhausen (TSV) für den Bau eines Gesundheitszentrums gestimmt.

Immenhausen – Dieses Thema stand im Mittelpunkt der TSV-Jahreshauptversammlung, des größten Sportvereins im Kreisteil Hofgeismar. Dabei hätten 89 von 91 anwesenden Mitgliedern für die Pläne gestimmt, mit denen sich der TSV-Vorstand schon seit Jahren beschäftige, sagte Vorsitzender Christian Reiser auf HNA-Anfrage. Der Vorsitzende schätzte die möglichen Baukosten auf rund 2,3 Millionen Euro.

Jetzt geht es an die Details

Mit dem Votum aus der Mitgliederversammlung will der geschäftsführende Vorstand jetzt die Detailarbeit angehen. Die Idee soll ein Planungsbüro in Pläne umsetzen. Zwei Örtlichkeiten hat der Vorstand als Standort im Blick: neben dem Jugendzentrum Akku oder als Überbauung der Umkleidekabinen am Bernhard-Vocke-Stadion. Diese Frage müsse der Vorstand jetzt mit der Stadt klären, auch weil die Gebäude am Stadion im städtischen Besitz sind. Am Stadion gebe es Parkplätze sowie Wasser- und Abwasserleitungen, sagte Reiser zu dem zweiten Standort, der jetzt zur Diskussion steht.

Christian Reiser, TSV-Vorsitzender

Einige Mitglieder hätten in der Versammlung Bedenken geäußert, erläuterte Reiser. Sie befürchteten eine Kommerzialisierung des Vereins. Andere hätten auf die hohen Kosten verwiesen. Die TSV werde wie bisher als Sportverein arbeiten, unterstrich Reiser. Die Jugendarbeit bleibe ein wichtiges Thema. Mit dem Gesundheitszentrum wolle der Vorstand das Angebot ausweiten und den Verein für neue Mitglieder interessant machen. Dieses Zentrum könnte Mitgliedergruppen erschließen, die eher in ein Fitnesszentrum als in einen Sportverein gingen.

Die endgültige Entscheidung sollen die TSV-Mitglieder in einer Versammlung im nächsten Jahr fällen, sagte Reiser. Dann werde der Vorstand die Architektenpläne und einen Finanzierungsplan vorlegen. Nach dem Bau des Kunstrasenplatzes wäre ein Gesundheitszentrum das zweite große Vorhaben, das der Immenhäuser Sportverein stemmen will. (Bernd Schünemann)

Mit Gesundheitszentrum mehr Platz für Reha-Kurse

Derzeit bietet die TSV 13 Kurse im Bereich Rehabilitation und Gesundheit an. Für diese Kurse könnte es in einem Gesundheitszentrum neue Möglichkeiten und ein professionelleres Angebot geben, sagt TSV-Vorsitzender Christian Reiser. Dort gäbe es mehr Platz als in der Jahnturnhalle. Deshalb könnte der Verein die Zahl der Reha-Kurse aufstocken. In einem Schreiben an die Stadt hatte die TSV darauf hingewiesen, dass es in der Umgebung kein vergleichbares Angebot gebe. (ber)

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