Süßmuth-Gelände

Unternehmen investiert in Immenhausen:  Wohnungen statt alter Hallen

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Verfall prägt das Gelände. Dabei wurden einige Hallen in den vergangenen Jahren noch genutzt.

Nicht nur am City-Markt, sondern auch am Glashütten-Gelände soll sich was tun: Die DM Kurpark Immobilien GmbH aus Duderstadt hat das Gelände gekauft und will dort Wohnungen bauen.

Das bestätigte Eckhard Melz, der bei dem Unternehmen für den Vertrieb zuständig ist, auf HNA-Anfrage.

80 Wohnungen in fünf Häusern sollen dort entstehen, wo früher die Glashütte Süßmuth ihre Produkte gefertigt hatte. Nach deren Schließung verfielen die alten Produktionshallen immer mehr. Jetzt will das Unternehmen dort wenigstens sechs Millionen Euro investieren, sobald das Baurecht vorliegt. Der Abriss der Hallen soll noch in diesem Jahr beginnen, kündigte Melz an.

Die Stadt ist derzeit dabei, die Bebauungsplanung auf den Weg zu bringen, sagte Bürgermeister Jörg Schützeberg. Die Flächen gegenüber vom Immenhäuser Bahnhof sollen als Wohngebiet ausgewiesen werden.

Süßmuth-Schornstein soll erhalten bleiben

Mögliche „Bremsklötze“ habe das Unternehmen analysiert und gemeinsam mit den Behörden aus dem Weg geräumt, erläuterte Melz. Auch der Denkmalschutz habe dem Projekt zugestimmt. Der war beteiligt, weil die alten Hallen denkmalgeschützt sind. Beim Bau soll der Fuß des abgetragenen Süßmuth-Schornsteins erhalten werden, sagte Melz. Außerdem wolle der Denkmalschutz, dass baulich der Eindruck der Hallen aufgenommen werde. Das könnte durch Backsteine als Baumaterial geschehen.

Das Unternehmen wolle die fünf Häuser nach und nach fertigstellen. DM werde „den Markt abklopfen“, wie das Angebot aufgenommen werde, erklärte Eckhard Melz. Es mache keinen Sinn, auf einen Schlag fünf Häuser zu bauen, die nicht vermarktet werden könnten. Mit Blick auf den engen Wohnungsmarkt in Kassel ist er aber zuversichtlich, dass es genügend Interessenten gibt. Auch die Nähe zum Bahnhof mit der guten Anbindung nach Kassel mache das Projekt interessant. Wenn der Bau nur schrittweise vorangehe, werde DM aber dafür sorgen, dass dort kein neuer Schandfleck für Immenhausen entstehe, sagte Melz zu.

Tiefgaragen sind geplant

Parkplatzprobleme erwartet er nicht. Unter einigen Häusern sollen Tiefgaragen entstehen. Außerdem gebe es genügend Stellplätze auf dem Gelände. Parkplatzprobleme befürchten Immenhäuser beim City-Markt-Projekt, weil dort ebenfalls neue Wohnungen entstehen sollen.

Auf einer anderen Fläche des Geländes will ein Schweizer weitere Wohnungen errichten.

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