Umfrage der CDU Immenhausen

Vom-Stein-Schule hält zu Glasmuseum

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In der Diskussion: Via Internet ermittelt die CDU Immenhausen derzeit die Stimmung für die Zukunft des Glasmuseums. Die örtliche Gesamtschule hat sich für den Erhalt ausgesprochen. 

Immenhausen. Die Umfrage der Immenhäuser CDU zur Zukunft des Glasmuseums läuft besser als erwartet. Dies sagte Lothar Dietrich, CDU-Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender auf Anfrage unserer Zeitung.

Bis gestern Mittag haben etwa 500 Teilnehmer die Möglichkeit genutzt, um per Mausklick ihre Meinung kundzutun. Repräsentativ ist die Umfrage nicht, betont Dietrich und er weist auch darauf hin, dass wegen der Anonymität der Umfrage die Herkunft der Teilnehmer unbekannt bleibe. Unter den 500, die per Mausklick abstimmten, können also auch Nicht-Immenhäuser sein.

Ausgeschlossen sei hingegen, dass jemand mehrmals binnen kurzer Zeit abstimme, so Dietrich. Zwar könne man mehrmals hintereinander die Umfrage öffnen und auf Ja oder Nein klicken, doch es zähle nur die erste Abstimmung. Über erste Trends zum Ergebnis wollte sich der Immenhäuser Fraktionsvorsitzende nicht äußern. Mitte Februar endet der Meinungstest. Dann werde man die Zahlen präsentieren, sagte er.

Unterdessen hat sich die Freiherr-vom-Stein-Schule und ihr Förderverein für den Erhalt des Museums stark gemacht. Solche Einrichtungen seien für einen Schulstandort und die Zahl der Familien in einer Stadt wichtig. Das Glasmuseum sei also „ein Beitrag zur Sicherung von Schülerzahlen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

„Die Schule ist zu einer engeren Kooperation gerne bereit“, unterstreicht auch Schulleiterin Brigitte Kastell. Sie fordert die Stadt auf, die Präsentation im Museum „den heutigen Anforderungen“ anzupassen, anstatt über eine Schließung oder eine Reduzierung des Angebots nachzudenken.

Wegen der Kosten, die das Museum verursacht, stellt die CDU in Immenhausen dessen Zukunft auf den Prüfstand. Bei gut 3000 Besuchern jährlich verursacht es Kosten in Höhe von 100 000 Euro, 76 000 davon für Personalausgaben. Zu diesem Sektor zählt aber nicht nur die hauptamtliche Museumsleiterin. Sie hat mit 22,5 Stunden nur eine gute Halbtagsstelle. Auch Hausmeistertätigkeiten oder Personalausgaben für die Reinigung falle darunter, legt Dietrich wert darauf, korrekte Zahlen zu liefern.

Ob die Personalkosten für die hauptamtliche Museumsleiterin aus arbeitsrechtlichen Gründen ohne weiteres eingespart werden können, ist indes fraglich. Eine Kündigung nach 25-jähriger Tätigkeit im öffentlichen Dienst gilt juristisch als schwierig. Doch diese Diskussion will man in Immenhausen erst führen, wenn das Ergebnis des Meinungstests vorliegt. Die Diskussion um das Glasmuseum läuft jedenfalls in Immenhausen auf vollen Touren. „Ich wurde sehr oft darauf angesprochen“, so Dietrich.

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