Stadt gibt 160 000 Euro für Umwandlung des maroden Hartplatzes

Weg frei für Kunstrasenplatz in Immenhausen

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Freuen sich auf Kunstrasen: Die Fußballer der TSV Immenhausen von links: Dominik Schwan, Jannik Seeger, Dominik Ohlemeyer, Matthias Schilling, Nico Siebert und Kevin Sieckmann.

Immenhausen. Nun ist der Weg frei für einen Kunstrasenplatz in Immenhausen: Das Parlament hat in seiner jüngsten Stadtverordnetensitzung 160 000 Euro aus dem städtischen Haushalt freigegeben, um den maroden Hartplatz am Bernhard-Vocke-Stadion in einen Kunstrasenplatz zu verwandeln.

Davon profitiert vor allem die TSV Immenhausen, aber auch die Mannschaften aus Mariendorf und Holzhausen sollen auf den Platz ausweichen können.

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die TSV den Platz pachtet.

Darum geht es

Bisher finden Fußballspiele auf dem Rasenplatz im Bernhard-Vocke-Stadion statt, das Training im Sommerhalbjahr ebenfalls. Ab Herbst mussten die Sportler bisher auf den nahen Hartplatz ausweichen, weil dieser im Gegensatz zum Rasenplatz beleuchtet ist. Doch der Platz ist in einem miserablen Zustand und bei schlechtem Wetter nicht mehr benutzbar.

Die Finanzierung

Das Projekt Kunstrasenplatz wird etwa 377 000 Euro kosten. 160 000 Euro kommen von der Stadt Immenhausen, den Rest muss die TSV zahlen. Doch durch voraussichtliche Zuschüsse von Kreis und Land wird sich der Eigenanteil der TSV auf etwa 65 000 Euro reduzieren.

Die Diskussion

Grundsätzlich für einen Kunstrasenplatz ist Malte Fehling, Fraktionsvorsitzender der Freien Liste. Doch „weil kein schlüssiges Finanzierungskonzept von der TSV vorliegt, kann ich mich bei der Abstimmung nur enthalten“, sagte er. Der Verein plane mit zu vielen Unbekannten und man wisse nicht, wie hoch die zu erwartenden Zuschüsse am Ende wirklich seien. Außerdem kritisierte er die „mangelnde Bereitstellung von Informationen“ beim Thema Finanzierung. Er habe erst am Dienstag nach Ostern von den Kosten erfahren, die SPD viel früher.

Walter Perndl (SPD) wies diese Kritik zurück. Das Finanzierungskonzept sei in der Jahreshauptversammlung der TSV öffentlich diskutiert worden, jeder hätte an der Sitzung teilnehmen können.

Lothar Dietrich (CDU) appellierte, bei der Umsetzung keine Überschreitung der Gesamtkosten zuzulassen, einen finanziellen Nachschlag der Stadt könne es nicht geben.

Am Ende stimmten die Parlamentarier mit 13 mal Ja, viermal nein und zwei Enthaltungen für die Freigabe der 160 000 Euro und den Pachtvertrag mit der TSV Immenhausen.

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