Weltmeisterlich närrischer Karneval in Immenhausen

Ohne sie geht nichts. Die Ahlhberg Dancer zeigen in einer Art Steinzeit-Kostüm einen feurigen Tanz. Eine besonders gute Figur machte dabei Stefan Bachmann (Mitte) der im Grimassenschneiden kaum zu übertreffen war. Fotos:Temme

Immenhausen. Immenhäuser Karneval ist nichts für Spaßbremsen: Mitreißend, laut und wild ging es in der Jahnturnhalle zu, wo die TSV zur ersten närrischen Sitzung geladen hatte.

Auch diesmal hatten die Karnevalisten mal wieder ein Programm der Extraklasse auf die Beine gestellt: Stimmungssänger, schwungvolle Tanzeinlagen und Büttenreden zauberten schon nach kurzer Zeit beste Laune. Auch wenn die Veranstalter mit ihrem vierstündigen Programm den Gästen einiges abverlangten, so war doch durch die gelungene Mischung stets für beste Unterhaltung gesorgt. Dass die Gardemädchen der Junioren und des TSV fleißig geübt hatten bewiesen sie mit ihren Gardetänzen. Ebenso war auch der Elferrat wieder mit von der Partie, dem Sitzungspräsident Tobias Römer vorstand.

Zu den Glanzpunkten des Abends zählte der Auftritt der Grün-Weißen Hühner, die sich dem Motto des Abends, nämlich weltmeisterlich zu sein, verschrieben hatten und mit Masken der deutschen Nationalspieler einen gekonnten Tanz aufführten. Auch die Einblicke ins „Aktuelle Sportstudio“ standen dem in nichts nach: Yves Kleinsimon imitierte dabei in bester Qualität Fußballgrößen wie Kahn und Beckenbauer, nahm aber auch Bohlen und den dicken Callmund auf die Schippe. Nicht allzu viel nackte Haut wie gewöhnlich zeigten diesmal die Ahlberg Dancer: In einer Art Steinzeitlook präsentierten sie einen feurigen Tanz und ließen es sich dabei nicht nehmen, einen Mann in Frauenkleidung über die Bühne fegen zu lassen. Zum wiederholten Mal übernahm Matthias Schilling diese Aufgabe und wirkte in Pumps, Kleid und Bart doch erstmal gewöhnungsbedürftig, während er zur Playbackmusik trällerte.

Auch an Partyhits wurde nicht gespart. Stimmungssänger wie der „Lange und die Kralle“ holten das Publikum mit ab, während Lars Hartung und Linda Friedrich sich ins Schlagermetier wagten. Im Gegensatz zu anderen Karnevalsveranstaltungen ist bei den Immenhäusern auch in der Bütt einiges los. Jörg Ruppert lästerte über sein Maritta, Bürgermeister Herbert Rössel lästerte über so einiges aus Stadt und Region und Tim Simon überzeugte die Gäste davon, wie toll es doch ist, Single zu sein.

Ob der Tanz der TSV-Garde als fesche Stewardessen, der Auftritt der Unschuldsengel als lustige Pinguine oder das virtuos tanzende Mariechen Victoria Waldeck - die Immenhäuser hatten es mal wieder geschafft ein Glanzprogramm zu gestalten. Und das mit fast ausschließlich nur Vereinsmitgliedern.

Nach der Sitzung war im Saal kein Ende in Sicht: Heinos tanzten da mit Nana Muskuries, Blümchen mit Hippies oder Piraten mit Mexikanern. Denn nicht nur für ihre fantasievollen Kostüme sondern auch für ihre Feierfreudigkeit sind die Immenhäuer Narren längst bekannt.

Karneval in Immenhausen

Von Tanja Temme

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.