Oskar-Patzelt-Stiftung zeichnet aus

Wirtschaftswettbewerb: Immenhäuser Unternehmen Sera mit Preis gewürdigt

Mit dem Mittelstandspreis: Der geschäftsführende Gesellschafter Carsten Rahier freut sich in Würzburg über die Auszeichnung.
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Mit dem Mittelstandspreis: Der geschäftsführende Gesellschafter Carsten Rahier freut sich in Würzburg über die Auszeichnung.

Die Immenhäuser Sera Gmbh ist mit dem „großen Preis des Mittelstandes 2020“ ausgezeichnet worden. Das Familienunternehmen hat sich gegen mehr als 310 Mitbewerber durchgesetzt.

Immenhausen - Insgesamt wurden für den Preis bundesweit fast 5000 Unternehmen nominiert. Kein anderer Wirtschaftswettbewerb in Deutschland erreiche eine solche Resonanz wie der von der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung ausgelobte „Große Preis des Mittelstandes“, teilte die Immenhäuser Firma mit, die in der Hessen-Wertung gewann. Der Wettbewerb wolle vor allem das Netzwerken fördern. Gleichzeitig werde auch die Leistung und Arbeit der Unternehmen gewürdigt.

Der geschäftsführende Gesellschafter Carsten Rahier nahm den Preis während einer Galaveranstaltung in Würzburg entgegen. Dort wurden die Preisträger aus Bayern, Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg geehrt. Die Sera-Gruppe hatte schon 2018 zu den fünf Finalisten in Hessen gehört. Im Jahr ihres 75-jährigen Bestehens wurde sie nun als Preisträger ausgezeichnet. Auch der zweite Preisträger 2020 kommt aus Nordhessen: Der Homberger Kindermöbel-Hersteller Ehring erhielt den Preis ebenfalls.

Sera: Ein Preis für alle Mitarbeiter

Der Preis sei „ein Beleg dafür, dass wir in den vergangenen nunmehr 75 Jahren vieles richtig gemacht haben“, sagte Carsten Rahier. Er sei eine besondere Wertschätzung der Arbeit von Sera und Bestätigung dafür, „dass wir mit unseren starken Werten und einer klaren Strategie die Weichen für die Zukunft richtig gestellt haben“, sagte Rahier weiter. „Das ist ein Preis für alle Seraner.“ Jeder Mitarbeiter habe dazu beigetragen, dass die Sera-Gruppe heuteerfolgreich arbeite.

Bis Ende des Jahres habe die Geschäftsführung mit den Mitarbeitern Vier-Tage-Woche in Kurzarbeit vereinbart, sagte Stefan Merwar, Mitglied der Geschäftsführung und für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Damit gleiche das Unternehmen den coronabedingten Rückgang der Aufträge aus. Sollte sich die Lage verbessern, sei die schnelle Rückkehr zu normalen Arbeitszeiten möglich.

Der deutsche Maschinenbau erwarte bundesweit Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent, ergänzte Merwar. Sera sei aber optimistisch, besser abzuschließen: „Wir sind guter Hoffnung, dass wir aus dem Jahr stabil rausgehen“, sagte der Unternehmenssprecher weiter. (Bernd Schünemann)

Preis wird seit 1994 verliehen

Die Oskar-Patzelt-Stiftung will nach eigenen Angaben mittelständische Unternehmen würdigen. Sie verleiht jährlich im Herbst den „großen Preis des Mittelstandes”. Der Preis, der seit 1994 ausgelobt wird, gilt als der resonanzstärkste Wirtschaftswettbewerb Deutschlands. Er ist nicht mit einer Geldprämie dotiert. Oskar Patzelt war Chirurg in Sachsen. Sein Schwiegersohn stiftete den Preis, weil Patzelt der Unternehmergeist wichtig war.

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