Elf Hektar Fläche sollen zusätzlich erschlossen werden

Immenhausen plant neue Gewerbegebiete

Immenhausen. Neue Gewerbeflächen will die Stadt Immenhausen ausweisen. Denn von den 30 Hektar - das entspricht einer Größe von 40 Fußballfeldern - des Gewerbegebiets Fohlenstatt am Stadtrand an der Kreisstraße nach Burguffeln sind gerade mal noch 5000 Quadratmeter zu haben.

Das bestätigte Immenhausens Bürgermeister Herbert Rössel (SPD) auf HNA-Anfrage. Deshalb soll das Gewerbegebiet erweitert werden. Geplant ist, im hinteren Bereich in zwei Abschnitten neue Flächen anzudocken. Nach Auskunft des Verwaltungschefs soll in einem ersten Abschnitt ein Areal von vier Hektar erschlossen werden. Das Problem: Das Gelände dort könnte mit einer früher einmal geplanten Eisenbahntrasse kollidieren. Zwar hat die Deutsche Bahn der Stadt in einem Schreiben bestätigt, dass sie daran kein Interesse mehr hat, das Regierungspräsidium aber hat noch kein grünes Licht gegeben. Bliebe die Trasse im Bundesschienenausbaugesetz, dann wäre dieser erste Bauabschnitt laut Rössel nicht zu realisieren.

Etwas kleiner ist der zweite Abschnitt mit zwei Hektar kalkuliert. Beide Flächen wären für mögliche Investoren „kurzfristig zu erschließen“, erklärte der Bürgermeister, Anfragen gebe es aber noch nicht. In einem dritten Schritt ist angedacht, mittelfristig noch ein weiteres Areal von noch einmal fünf Hektar am hinteren Ende des bestehenden Gewerbegebiets in Richtung Hopfenberg auszuweisen. Da diese Fläche auf Grebensteiner Gemarkungsgebiet liegt, soll daraus ein interkommunales Projekt zwischen Immenhausen und Grebenstein werden. Entsprechende Gespräche seien laut Rössel schon geführt worden.

Käme es zu einer Kooperation der zwei Kommunen , sollen die Investitionskosten und die späteren Gewerbesteuereinnahmen geteilt werden. Dafür hofft Rössel auf eine „größere Förderung“ vom Land Hessen.

25 Firmen mit 300 Mitarbeitern

Das Immenhäuser Gewerbegebiet Fohlenstatt am Stadtrand wurde1998 ausgewiesen. Auf dem 30- Hektar-Areal haben sich bis heute 25 Firmen und Unternehmen niedergelassen. Aktuell arbeiten im Gewerbegebiet 300 Beschäftigte.

Unter den Unternehmen ist die Fräger-Gruppe aus Grebenstein, die Getriebe- und Motorenkomponenten produziert und auch verstärkt auf Elektromobilität setzt. Mit dabei auch eine Niederlassung der Firma Mewa, die sich auf Schutz- und Arbeitskleidung und Putzmaterialien spezialisiert hat.

Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Firmen, die sich unter anderem mit Tuning und Heizungsbau beschäftigen. (swe)

Von Stefan Wewetzer

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