20 Jahre Verein für Therapeutisches Reiten - Goldene Ehrennadel für Susanne Woble

Ponydrome erobert Herzen seit zwei Jahrzehnten

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Reiten nur mit Halsring: Vor großer Zuschauerkulisse gab es beim Ponydrome-Geburtstag zahlreiche Vorführungen.

Immenhausen. Bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Vereins Ponydrome Kassel auf Gut Waitzrodt gab es viel Anerkennung von privater und öffentlicher Seite für Vereinsgründerin Susanne Woble und ihr Team.

Pferde bewegen Menschen. Das Motto von Ponydrome Kassel - Therapeutisches Reiten e.V. erlebte am Samstag eine Abwandlung. Der beispiellose persönliche Einsatz von Woble und ihren Mitarbeiterinnen für Kinder und Jugendliche mit emotionalen, seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen bewegt viele Menschen.

Bis heute Vorsitzende

Die Stadt Immenhausen verlieh der Kasselerin, die mit dem frisch gegründeten Verein nur ein Jahr nach dem Ponydrome-Start in Zierenberg-Oberelsungen ab 1993 die Grundlagen für das Reittherapiezentrum auf Waitzrodt schuf, die Goldene Ehrennadel.

Auf Initiative der Diplom Sozialpädagogin wurde der Verein für Therapeutisches Reiten ins Leben gerufen. Die 52-Jährige ist bis heute die gute Seele und Vorsitzende von Ponydrome.

Der idyllische Pferdehof zwischen Immenhausen und Holzhausen bildet den Hauptstandort der Vereinsarbeit, ein zweiter existiert an der Prinzenquelle im Kasseler Stadtteil Kirchditmold. In Oberelsungen wird nur noch ein Therapiekind betreut.

Seinen 20. Geburtstag feierte Ponydrome mit einem fröhlichen und von vielen Förderern unterstützten Fest, bei dem Mensch und Pferd im Mittelpunkt standen. Schaudarbietungen auf dem Reitplatz fanden bei den zahlreichen Besuchern ebenso viel Interesse wie Vorführungen eines Hufschmieds und eine Fotopräsentation der Vereinsarbeit in der Reithalle.

Immenhausens Erster Stadtrat André Rittner sprach von einer in der Arbeit mit Behinderten „wertvollen Einrichtung vor der eigenen Haustür“. Respekt vor der Leistung der Ponydrome-Mitarbeiterinnen äußerten auch der auf Waitzrodt ansässige Reitverein und Hofpächter Joachim Sommer.

Vertrauen zu sich selbst

Gründerin, Vorsitzende, gute Seele: Susanne Woble erhielt für ihre Verdienste um die Therapiearbeit mit Ponydrome die Goldene Ehrennadel der Stadt Immenhausen, rechts Erster Stadtrat André Rittner.

Als Schirmherr der großen Geburtstagsfeier wünschte der hierwohnhafte nordhessische Kabarettist Karl Garff allen Ponydrome-Mitstreitern für die Zukunft den unverminderten Erhalt ihrer „Begeisterungsfähigkeit, Kraft und Kompetenz“. Damit behinderte Kinder und Jugendliche auch weiterhin die Chance erhielten, durch therapeutische Förderung an und mit Pferden Vertrauen zu sich selbst zu fassen.

Gut Waitzrodt, das weitläufige ländlich-historische Areal mit Wohlfühlcharakter, bildet nach den Worten von Susanne Woble zusammen mit seinen zwei- und vierbeinigen Bewohnern die ideale Heimat für Ponydrome: als ein Ort, „wo sich die Kinder und Jugendlichen so angenommen fühlen, wie sie sind.“ (pbb)

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