Imposante Weihnachtspyramide

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Prunkstück: Claus Schäfer baute die Weihnachtspyramide in nur vier Monaten. Seine Ehefrau half bei der Dekoration. Fotos: Hoffmann

Weihnachten wird im Hause Schäfer großgeschrieben, zumindest wenn man sich die weihnachtliche Dekoration anschaut.  Prunkstück der Ausschmückungen ist die 2,15 Meter große Weihnachtspyramide, die Claus Schäfer selbst konzipiert und gebaut hat.

„Ich habe schon zuvor Schwippbögen und Weihnachtskrippen selbst gebaut, wie man sie im Erzgebirge findet“, erzählt Claus Schäfer und deutet auf die großen Exemplare, die im Laufe der Jahre entstanden sind, „aber es hat mich gereizt, selbst mal eine Pyramide zu bauen.“ Grundlage für die entstandene Pyramide war eine kleine Eisenbahn in der Größe H0, die der Holzhäuser von seiner Ehefrau geschenkt bekommen hatte. Sie sollte in die Pyramide eingebaut werden. Der Durchmesser des Schienenrondells gab somit schon mal ein Maß vor.

Viel Tüftelarbeit

Ein Problem war es, den Strom auf die fünf drehbaren Ebenen, den Abschluss sowie in die Spitze mit den Flügeln zu bekommen. Dazu errichtete Claus Schäfer fünf Säulen, in denen die Kabel versteckt sind. Als hilfreich erwies sich zudem ein Staubsauger, den das Ehepaar bei einer Wanderung in der Natur entdeckte, wo ihn jemand entsorgt hatte. Sein Schleifring fand in der Pyramide eine neue Verwendung. Praktisch veranlagt nutzte der gelernte Konstrukteur auch das Drehgestell eines Fernsehsessels sowie einen Scheibenwischermotor, um seine Vorstellungen umzusetzen.

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HNA-Markt: Imposante Weihnachtspyramide 

Gleich nach Weihnachten 2009 begann der 71-Jährige mit den Plänen und dem Bau. Nur vier Monate später stand das 60 Kilogramm schwere Kunstwerk. „Dieser Aha-Effekt in diesem Moment, in dem man erkennt „sie steht und sie dreht sich“ ist einfach einmalig“, erinnert sich Claus Schäfer, „schrittweise haben wir dann nach und nach immer mehr Deko zugefügt bis sie beim nächsten Weihnachtsfest in aller Pracht strahlte.“

Reiche Verzierungen

Lächelnd gibt das Ehepaar zu, dass man sich schon ein wenig hochgeschaukelt habe in dem Bemühen, die Pyramide mit all ihren Verzierungen, Figuren, Lichtern und Häusern immer noch schöner zu gestalten. Überall habe man passende Kleinode entdeckt, gesammelt und ergänzt. Sogar eine zweite Eisenbahn fährt inzwischen um die Pyramide herum. Daher fällt es nun auch nicht leicht, sich von ihr zu trennen. Doch krankheitsbedingt fällt es Claus Schäfer sehr schwer, den Weihnachtsschmuck in all seiner Pracht aufzustellen. In den letzten zwei Jahren war es gar nicht möglich. Daher hat sich das Ehepaar nun zum Verkauf entschlossen, damit die Dekoration in liebevolle Hände kommt, wo sie weiterhin Freude bereitet.

Schnell verkauft

Mehrere Interessenten meldeten sich auf die Anzeige und gleich der erste Besucher entschied sich zum Kauf. Spontan wollte der Herr aus Eschwege die Pyramide gleich mitnehmen, doch bei näherem Überlegen kam er zu der Einsicht, dass die Zeit vor Weihnachten in diesem Jahr zu knapp sei, um sie wieder aufzustellen. Daher beschlossen Käufer und Verkäufer, dass die Weihnachtspyramide dieses Weihnachten noch im Hause Schäfer verbringen wird. Danach wird sie gemeinsam abgebaut, sodass der Eschweger gleich in die Feinheiten der Anlage eingewiesen werden kann.

Auch wenn Claus Schäfer sagt, dass er künftig keine großen Holzarbeiten mehr anfertigen möchte, so richtig glauben mag man ihm das nicht. Zu groß ist die Begeisterung, die aus seinen Beschreibungen spricht. Und auch seine Ehefrau lächelt nur wissend, wenn sie an das Hobby ihres Mannes denkt.

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