Zuschauer feiner Musik der grünen Insel

Irish Folk in Lippoldsberg: Familientreffen auf der Bühne

+
Steampacket mit Tobias Kurig, Claus Steinort, Stephan Schneider und Tina Terrahe (von links). Nicht im Bild Markus Pede (Bodhran).

Lippoldsberg. Zehn Musikerinnen und Musiker konnte Nicola Uphoff-Watschong bei der elften Ausgabe des Lippoldsberger Irish Folk Festivals begrüßen - so viele wie noch nie. 

Und so freute sich die Organisatorin des Festivals mit ihrem ehrenamtlichen Team vom Förderverein Klosterkirche diesmal besonders auf das Finale aller Musiker auf der Bühne und die anschließende offene Session. Einer langen Irish Folk Nacht stand also nichts im Weg, besonders, da viele Mitglieder der beiden Bands schon mal zu Gast waren. Uphoff-Watschong: „Das ist auch ein bisschen Familientreffen“. Dazu eines, das sich in der Szene längst etabliert hat: auch für die beiden kommenden Jahre steht bereits ein Programm.

Zunächst zeigten einige der Teilnehmer des Set Dance Workshops (Leitung: Miriam Watschong) einen Ausschnitt ihrer Arbeit. Fast 30 tanzfreudige Menschen hatten mitgemacht. Dann gehörte die Bühne im mit gut 150 Zuhörern voll gepackten Refektorium des Klosters Pete Coutts und seiner deutsch-schottischen Band Northern Sky. Petes mitreißende Kompositionen sind nicht nur stilistisch vielfältig und damit abwechslungsreich, die fünf Musiker erzeugten mit teils raffinierten Arrangements und dem geschickten Einsatz des Akkordeons (Franziska Müller) immer neue Klangvarianten. Dazu kam die Virtuosität jedes einzelnen, die sich etwa im rasanten Zusammenspiel von Flöten (Stefan Decker), Geige (Julia Weber) und Akkordeon oder in solistischen Passagen zeigte. Steven Crawford lieferte mit seinem engagierten Gitarrenspiel, das am Samstagabend auch eine Saite kostete, die rhythmische Grundlage.

Virtuos an den Flöten: Stefan Decker aus Pete Coutts’ Band Northern Sky.

Neben dem authentischen Gesang Pete Coutts waren es auch seine Ansagen im sympathischen Deutsch-Englisch-Kölschen Sprachmix, mit denen er das Publikum einnahm. Sie erzählten vom Leben in Schottland und den ganz persönlichen Erlebnissen, die Pete zu seinen Songs inspirieren. Nach diesem Auftritt übernahmen Steampacket, die mit ihrem „Dampf“ Tempo und Intensität ihrer Vorgänger nach der Pause direkt aufnahmen und das Publikum auf den weiteren Weg in eine lange Irish Folk Nacht mitnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.