Die großen Grebensteiner Projekte werden in diesem Jahr abgeschlossen

Jahr der Ernte steht bevor

Baugrube: In einem Jahr wird hier ein Pflegeheim stehen. Auf dem ehemaligen Lohmann-Gelände an der Hofgeismarer Straße sind derzeit die Grundrisse des Pflegeheims gut zu erkennen. Foto: Rieß

Grebenstein. Mehrere Großbaustellen gibt es derzeit noch in Grebenstein. Doch sie sind meist sind in der Endphase. 2016 kann zum Jahr der Ernte werden. Wir sprachen mit Bürgermeister Danny Sutor was die Grebensteiner im neuen Jahr erwartet.

Kindergarten

Im Sommer soll die Sanierung des Kindergartens abgeschlossen sein. Die Zeit, in der einige Gruppen in Containern betreut werden, ist damit vorüber. Nicht vorüber sein wird mit dem Einzug ins dann sanierte Gebäude der Streit, wer die Kosten – am Ende werden es rund 850 000 Euro sein – zu tragen hat. Ein langwieriger Rechtsstreit bahnt sich an.

Pflegeheim

Derzeit wird an der Hofgeismarer Straße noch fleißig gebaut. Vom Gebäude selbst, das auf dem früheren Grundstück der Firma Lohmann entsteht, ist noch wenig zu sehen. Doch Ende des Jahres soll das Pflegeheim fertig gestellt sein. Das von einem privaten Investor getragene Haus soll 90 Pflegebetten haben. 40 Beschäftigte – auch in Teilzeit – werden dort arbeiten.

Marktstraße 28

Vermutlich nur der Bau der Kirche beschäftigte die Grebensteiner länger als die Sanierung des Gebäudes an der Marktstraße (gegenüber dem Rathaus), spotteten in den vergangenen Jahren einige Grebensteiner. Tatsächlich begann die Planung schon vor über 15 Jahren und auch der Bau verzögerte sich ständig. Einige Grebensteiner trauerten dem Kran, der eineinhalb Jahre zu Verkehrsbeeinträchtigungen führte, sogar nach, als er verschwand: „Ein Denkmal verschwindet“, postete beispielsweise der Grebensteiner Reiner Husemann satirisch auf Facebook. Nach mehrjähriger Bauzeit sollen im Laufe des Jahres auch die Bauarbeiter abziehen, das Gebäude fertiggestellt sein. Tagespflege, Physiotherapie und die Hausarztpraxis werden das Gebäude mit Leben erfüllen. Für das von der Philippstiftung getragene Projekt schießt die öffentliche Hand etwa 1,2 Millionen Euro zu, um das denkmalgeschützte und Stadtbild prägende Gebäude zu erhalten. Ein Drittel wird an der Stadt hängen bleiben, so Bürgermeister Danny Sutor.

Nordbahn

Die Sanierung und Umgestaltung des alten Bahndamms der Friedrich-Wilhelm-Nordbahn macht Fortschritte. Spielt das Wetter mit, dann ist Anfang Mai alles fertig – pünktlich zum Kunst- und Kulturmarkt, der wegen seines ausgefallenen und hochwertigen Angebots inzwischen auch zahlreiche Besucher aus der Region anzieht.

Hagenmühle

Die – mit öffentlichen Mitteln geförderte– Privatinvestition in der Hold´schen Mühle wird voraussichtlich im Herbst mit der Eröffnung des Hofladens zum Großteil abgeschlossen. Bereits im Juli soll eine Zahnarztpraxis im Obergeschoss der Scheune öffnen.

Flüchtlinge

„Was ich heute sage, kann morgen schon überholt sein“, sagt Bürgermeister Sutor mit Blick auf die Unterbringung von Flüchtlingen. Bis zu 500 Asylsuchende können in den Industriehallen und dem Verwaltungsgebäude auf dem so genannten Fräger-Gelände untergebracht werden. Ob so viele kommen werden, ist ungewiss. Da die Unterkunft zur Erstaufnahme zählt, wird eine Integration in Grebenstein schwierig. Sutor: „Die sind ja nur einige Tage da, bevor sie weiterverteilt werden.“ Anders ist es bei der Wohngruppe an der Friedrichsthaler Straße. Dort leben Jugendliche, die ohne Eltern nach Deutschland kamen, in einer Wohngruppe. Die Integration klappt, sagt Sutor. Sichtbar wurde es beim Nikolaimarkt, wo die Gruppe mit einem Stand vertreten war.

Udenhäuser Quelle

Im Jahr 2016 wird sich zeigen, ob die Quelle erhalten werden kann oder nicht. Derzeit läuft die Suche nach einem Ingenieurbüro, das die Sanierung der Quelle noch einmal untersuchen soll.

Dorferneuerung

Die Dorferneuerung in Burguffeln geht in die letzte Runde. Dorfplatz und Dorfgemeinschaftshaus sind Projekte, die die Stadt betreffen. Privatleute, die Zuschüsse möchten, haben noch bis Ende September Zeit, sie zu beantragen. Das ist die letzte Frist.

Von Michael Rieß

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