Investition in Naturschutz, Wasser, Schwimmbad

Jahresausblick Hofgeismar: Stadthalle wird noch mal geprüft

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Wird mehrere Monate geschlossen: Im Bad am Park in Hofgeismar müssen in diesem Sommer dringende Sanierungsarbeiten unter anderem am Dach ausgeführt werden. Während der Arbeiten muss der Schwimmbetrieb eingestellt werden.

Der Jahresbeginn bietet Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen: Welche Aufgaben stehen in den Kommunen in den nächsten zwölf Monaten an? Heute geht es um Hofgeismar.

 „Die Stadt Hofgeismar hat mit allem was läuft die größte Entwicklungsdynamik im Landkreis Kassel“, meint Bürgermeister Markus Mannsbarth mit Blick auf die steigenden Einwohnerzahlen und mehrere Projekte mit Vorbildcharakter. Und das soll auch so bleiben. Vor allem was das Wohnen angeht, ist die Stadt bestrebt, die ehemalige Kreisstadt attraktiv zu halten.

Bauplätze

Die Stadt hat aktuell über 90 neue Bauplätze ausgewiesen, ein Teil auf dem ehemaligen Werftgelände an der Carlsdorfer Straße, 56 im Neubaugebiet Rennebaum (Richtung Kirschenplantage), wo vor Kurzem nur noch neun Plätze frei waren, 30 reserviert und der Rest verkauft. Hier werden gerade Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt, der Hausbau beginnt bald.

Innenstadtwohnungen

Angesichts der anhaltenden Nachfrage nach Wohnungen liegt der Schwerpunkt auf Sanierungen im Innenbereich. Mit Unterstützung der Stadt seien zudem über 90 bestehende Wohnungen saniert oder umgebaut worden. Als weiteres positives Beispiel nennt Mannsbarth das Petriviertel, wo mit den Neubauten an der Pfeffergasse Vorbildliches geschaffen wurde, zu dem es aus ganz Deutschland Nachfragen gebe. Gefragt seien vor allem kleinere barrierefreie Wohnungen.

Gefragtes Gebiet: Hofgeismar ist als Wohnort begehrt. Am nordwestlichen Stadtrand werden gerade neue Bauplätze erschlossen.

Für die Millionen Euro teure Sanierung des historischen Hauses Markt 5 seien erste Aufträge vergeben worden. An Apothekenstraße und Westheimer Straße seien ebenfalls weitere Projekte vorgesehen, für die man auch über Abrisse rede. Es gehe darum, die Innenstadt wieder zu beleben. 

Die Stadt wolle dabei nicht immer den einfachsten Weg über Abrisse gehen, aber manchmal seien vernachlässigte Altbauten nicht mehr zu halten, „wenn es reinregnet und die Balken faulen“. Diese Fäulnis dürfe sich nicht ausbreiten.

Schwimmbad

Das Bad am Park muss von April bis in den Sommer hinein geschlossen werden, weil am Foliendach und an der Lüftung dringende Reparaturen nötig sind.

Kindergärten

Der Einwohnerzuwachs macht sich auch bei den Kindergärten bemerkbar, wo der Bedarf an Plätzen ständig steige. Man wolle die bestehenden Kitas nicht mehr erweitern, sondern plane einen Neubau. Im Gespräch sei derzeit die Grünfläche an der Ecke An den Ziegeleien/Hinter den Eichen. Das habe letztlich auch positive Folgen für die Schulen.

Naturschutz

Am Kelzer Berg wurden vier Hektar für eine Blühwiese ausgewiesen. Hier entstehe ein in Hessen einmaliges Testfeld für Blütenpflanzen und Tierarten. 2020 beteilige sich die Stadt an einem Kalkmagerrasenprojekt. Weil die Flächen am Dörnberg und im Diemeltal zu weit auseinander liegen könnte ihnen hier eine Fläche die Zwischenlandung ermöglichen. 

Am Mühlenfeld soll die Renaturierungsmaßnahme der Auenlandschaft anlaufen, gleichzeitig sollen in der Esse Fischtreppen eingebaut werden.

Trinkwasser

Es sei zwar noch keine Gefahr im Verzug, doch weil die Schüttleistung langfristig sinkt, will sich die Stadt durch den Neubau eines Tiefbrunnens absichern und zudem eine zweite Leitungsschleife bauen, falls eine Leitung mal defekt sein sollte. Derzeit laufen Voruntersuchungen für den Standort, für dieses Jahr ist eine Probebohrung geplant.

Stadthalle

In Sachen Stadthallenneubau ist wieder Bewegung im Spiel. Nach dem Grundsatzbeschluss zum Neubau prüfe man zwar den Reithagenstandort, aber man werde sich 2020 auch noch mal alle anderen Varianten ansehen und prüfen, „was machbar und was gewollt ist“, sagt Mannsbarth. 

Reichlich zu tun: Bürgermeister Markus Mannsbarth.

Es hätten sich neue Finanzierungsvarianten ergeben, die auch einen Innenstadtstandort und einen Umbau der alten Stadthalle realistisch erscheinen ließen. Mannsbarth: „Wir werden alles noch mal prüfen und in den Gremien beraten.“

Tourismus

Die Dornröschenstadt Hofgeismar will diesen Titel besser vermarkten etwa durch ein Schatzkartenprojekt, Dornröschenprodukte, ein Projekt mit der Händlergemeinschaft und ein erneutes Sommerkulturprogramm auf der Sababurg, das man eventuell noch ausbauen werde.

Stadtteile

In den Stadtteilen wurden Dorfentwicklungskonzepte ausgearbeitet und Maßnahmen gesammelt, die demnächst von den Stadtverordneten beschlossen werden. Vier Millionen Euro sollen in den nächsten sechs jahren in die Stadtteile fließen. Dazu gehören beispielsweise Barrierefreiheit in den Dorfgemeinschaftshäusern oder Willkommensplätze und Infotafeln für Besucher und Radfahrer,

Bürgermeisterwahl

Voraussichtlich im September ist wieder Bürgermeisterwahl in Hofgeismar. Er könne sich vorstellen, erneut anzutreten, denn er habe noch viele Ideen und für das, was er sich vorstelle, brauche er noch eine weitere Amtszeit. Doch die SPD müsse zunächst ihren Kandidaten benennen und das Votum der Delegierten warte er erst ab.

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