Jugend forscht: Schule und Schüler aus Hofgeismar erfolgreich

Schule und Schüler ausgezeichnet: Daniela Eisbrecher (zwölf, links) mit Lehrerin Sabine Weiß und Ruth Fülling (elf) von der Gustav-Heinemann-Schule in Hofgeismar. Foto: Dittrich

Hofgeismar. Lehrerin Sabine Weiß ist stolz: Ihre Schülerinnen Daniela Eisbrecher und Ruth Fülling haben bei „Jugend forscht" den ersten und zweiten Platz gewonnen.

Und die Jury zeichnete bei dem nordhessischen Regionalwettbewerb auch die Gustav-Heinemann-Schule (GHS) in Hofgeismar aus, die die Beiden besuchen. Der Preis für die besondere Förderung des Forschernachwuchses ist mit 1000 Euro dotiert.

Die Schule ist erst zum zweiten Mal bei „Schüler experimentieren“, dem Ableger von „Jugend forscht“ (Hintergrund) für Schüler unter 15 Jahren, vertreten. Begründet wurde die Auszeichnung mit der besonderen naturwissenschaftlichen Förderung - zum Beispiel durch den Bio-Club, erzählt Weiß: „Diese Unterstützung wollte die Jury bewusst unterstützen.“

Der Bio-Club ist ein Zusatzangebot für neugierige Schüler, die sich auch außerhalb des Unterrichts für die Tier- und Pflanzenwelt interessieren - auch Grundschüler dürfen die Gruppen bereits besuchen und Biologie praktisch erfahren. Eine Förderung, die zu „Jugend forscht“ führen kann: Ruth Fülling konnte sich für Schmetterlinge begeistern und machte das Thema zu ihrem Forschungsprojekt. Sie beschränkte sich schließlich auf eine Pflanze, von der sich die Falter ernähren. Wenn sie vom Schmetterlingsflieder erzählt, ist die Zwölfjährige kaum zu bremsen: Die Pflanze sei giftig für den Menschen, Nahrungsquelle für Schmetterlinge, aber nicht für Raupen. Und überhaupt gebe es ja immer weniger Nahrung für Falter, weil der Mensch zu stark in die Natur eingreift, sprudelt es aus ihr heraus.

Neben Ruth sitzt Daniela, elf Jahre alt. Daniela hat an der GHS untersucht, ob Kaugummikauen die Konzentration erhöht. Sie wollte einfach wissen, ob ihr Mathelehrer mit seiner Behauptung Recht hatte. Dafür hat sie pro Jahrgang eine Klasse einen Konzentrationstest absolvieren lassen.

Sehr schlaue Testidee 

Ihr Resultat: Nur in der fünften Klasse waren Schüler mit Kaugummi im Mund besser als ohne, in der 9. und 10. Klasse waren die Ergebnisse umgedreht. „Der Test durfte auf keinen Fall zu schaffen sein“, erklärt die junge Forscherin. Sonst hätte sie keine verwertbaren Ergebnisse gehabt. Deswegen mussten ihre Eltern den Test auch absolvieren. Sie stoppte die Zeit, bis Mama und Papa fertig waren - und halbierte sie für ihre Mitschüler.

Für Weiß ist auch die persönliche Entwicklung der Schüler wichtig. „Sie werden selbstbewusster“, stellt die Pädagogin fest. „Die Schüler wählen ihre Themen selber, als Lehrerin ist man nur beratend tätig.“ Es sei eine Art wissenschaftliches Abenteuer mit ungewissem Ausgang, findet die Biologielehrerin.

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