Burguffelner Theater mit neuer Produktion

Junge Bühne vor der Premiere: Frauenpower bei der Wehr

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Kräftemessen von Männern und Frauen bei der Feuerwehr: Das Bild zeigt (von links) Nicole Müller, Annika Meißner, Sandra Kitta, Celina Wagemans, Ryan Hoffmann, Christian Caspary, Frank Jacob und Steffen Diegler.

Burguffeln. Spritzig die Dialoge, rasant die Szenen – passt zwar zum Thema Feuerwehr. Doch Brandschützers Alltag ist ganz und gar nicht Inhalt von „Der Grillclub mit dem roten Auto“. Die Komödie in vier Akten, aus der Feder von Carsten Lögering, hat am Freitag, 9. März, Premiere in Burguffeln.

Die Gruppe der Jungen Erwachsenen präsentiert an den kommenden drei Wochenenden ihre neueste und zugleich letzte Produktion.

So herzhaft wie die Spieler selbst in den vergangenen Wochen während der Proben lachen mussten, soll es auch dem Publikum ergehen. Regisseurin Heike Scholtz und ihre Darsteller wollen alles daran setzen, dass sich die Zuschauer köstlich amüsieren über die Zeitenwende bei einer auf drei Mann geschrumpften Freiwilligen-Wehr aus Grill- und Trinkfreunden. Alles wird besser – dank weiblicher Initiative und Einsatzfreude.

Und das entwickelt sich so: Als der Ortsbrandmeister dahingeschieden ist, heißt es nur noch Prost auf den Schlendrian. Das verbliebene Kameradentrio läutet bestenfalls die Sirene. Was nichts anderes zu bedeuten hat, als dass die Ehefrauen zum Putzen antreten müssen. Dem Kreisbrandmeister allerdings wird das irgendwann zu bunt, er ernennt einen neuen Ortsbrandmeister. Und der ist eine Frau. Ausgerechnet auch noch eine, die weder Grillfleisch noch Bier ausstehen kann. Die Kerle erleben einen Kulturschock. Der soll sogar noch größer werden. Denn nun strömen mehr und mehr Frauen in die Wehr. Sie drohen, der alten Garde das Wasser abzugraben. Ein kurioser Geschlechterkampf entbrennt, in dem die Männer sich bei einer internen Feuerwehr-Olympiade zu beweisen haben.

Den Ort des turbulenten Geschehens, der Innenhof eines Feuerwehrgerätehauses, hat mit Unterstützung von Timo Treptow Bühnenbauer Frank Jacob geschaffen. Der wurde obendrein, weil noch eine männliche Rolle besetzt werden musste, als Spieler Dienst verpflichtet.

„Letzte Gelegenheit, die Jungen Erwachsenen in dieser Zusammensetzung noch mal zu erleben“, macht die Regisseurin (Souffleuse: Christina Engelbrecht) auf das bevorstehende Ende dieser Gruppe aufmerksam. Die über die Jahre gereiften Mitglieder wollen sich künftig den Senioren anschließen. Noch etwas möchte Heike Scholtz die Öffentlichkeit wissen lassen. Auch wenn das Feuerwehrgeschehen namentlich in Burguffeln spielt, „alles ausgedacht, eben nur Theater!“

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