Gegen den Salzsee

Gegen Salzsee: Bürgermeister Bachmann reagiert auf Drängen von Pro Reinhardswald

Suchgebiet für den Salzsee: Auf Karten von K+S Karten ist ein Suchraum für das Speicherbecken nördlich der Verbindungslinie zwischen Gottsbüren und Gieselwerder ausgewiesen. Hier liegt unter anderem das Benzer Holz, eine 237 Meter über Null liegende Hochfläche, die an drei Seiten von Kuppen bis zu 284 Metern Höhe umgeben ist und nur im Norden in ein Tal übergeht. Durch die Fläche fließt der Bach Qualgrube. Foto: Google Earth, Bearbeitung Thiele

Trendelburg. Die Stadt Trendelburg wird sich „in ihren Möglichkeiten gegen die Oberweserpipeline positionieren". Das hat Bürgermeister Kai Georg Bachmann jetzt der Bürgerinitiative Pro Reinhardswald mitteilen lassen.

Das Thema werde derzeit hinreichend im Magistrat behandelt und auch die Stadtverordnetenversammlung solle in ihrer nächsten Sitzung einen Beschluss hierzu fassen, heißt es in einer E-Mail an die Sprecher der Bürgerinitiative Elke Schulten, Bettina Bönning und Rüdiger Menke.

Deutliche Absage gefordert

Das Schreiben ist die Antwort auf einen offenen Brief, den die BI vergangene Woche an Bürgermeister Bachmann gesandt hat. Darin drängt die BI die Stadt Trendelburg, bei den Themen Windkraft und Salzpipeline mit Salzsee im Reinhardswald eindeutig Stellung zu beziehen. Zudem fordert die BI Kommunal-, Kreis- und Landespolitiker auf, sich zu der Region zu bekennen. Sie dürften nicht zulassen, dass die Planungen von K+S verwirklicht würden. Das bedeute, den Planern im Regierungspräsidium Kassel und in der Landesregierung „eine deutliche Absage dieser Pläne zu erteilen“.

„Die Bürger im Reinhardswald und der Oberweserregion fühlen sich als Bauernopfer einer fragwürdigen Koalition von K+S, der Landesregierung und Profiteuren der Windenergielobby“, heißt es in dem Brief der BI-Sprecher an Bachmann. Dies geschehe unter dem Deckmantel, Arbeitsplätze zu retten und die Energiewende voranzubringen.

Die Bevölkerung, die sich mehrheitlich gegen den Bau von Windenergieanlagen im Reinhardswald, gegen den Bau der Oberweserpipeline und des Salzabwassersees und gegen die Salzeinleitung in die Weser ausspreche, dürfe von der Politik nicht im Stich gelassen werden.

Die BI fordert die verantwortlichen Politiker auf, „mit uns in einen konstruktiven Dialog zu treten, um unsere Region lebenswert zu erhalten“.

Die Bürgerinitiative weist Bachmann darauf hin, dass der Bürgermeister von Oberweser bereits öffentlich seinen Standpunkt gegen diesen Salzsee geäußert habe. Um mehr Transparenz zu schaffen, schlägt die Bürgerinitiative eine zeitnahe Bürgerversammlung vor. (geh)

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