Salz-Pipeline von K+S: Speicherbecken soll bei Gottsbüren entstehen

Gottsbüren. Politisch ist die Entscheidung für eine Salzpipeline zur Oberweser bereits gefallen, jetzt steht offenbar auch der Ort für das Salzspeicherbecken fest: Es laufe auf das Gebiet im Reinhardswald nördlich von Gottsbüren hinaus, heißt es aus informierten Kreisen.

 Bisher hatte das Unternehmen K+S, das die Salzleitung bauen will, mehrere Suchräume angegeben, in denen es nach einem geeigneten Standort sucht. Doch wirklich infrage kommt offenbar nur ein Hochplateau im Reinhardswald.

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Zwar heißt es offiziell bei K+S, es gebe derzeit noch mehrere Suchräume. Man wolle Spekulationen keine neue Nahrung geben. Es sei aber klar, dass „der eine oder andere Suchrraum wahrscheinlicher ist“, sagt Unternehmenssprecher Ulrich Göbel.

Doch unter der Hand ist die Entscheidung wohl gefallen - auch wenn eine Genehmigung noch in weiter Ferne liegt. Auch beim Hessenforst zeigt man sich nicht überrascht: „K+S hat in 2013 Pläne vorgestellt, vor diesem Hintergrund wissen wir von dem Suchraum nördlich von Gottsbüren“, sagt Unternehmenssprecherin Petra Westphal. Es handele sich um 80 Hektar, ein Hochplateau mit Senke. Das Speicherbecken werde aber kleiner sein. Es sei „landschaftlich nachvollziehbar“, dass die Fläche besser geeignet sei, als eine Fläche irgendwo an den Weserhängen.

Planungstechnisch gibt es aber bisher kaum Bewegung: Die Eröffnung des Raumordnungsverfahrens (ROV) steht seit Mai still. Dem Regierungspräsidium fehlten damalsnoch wichtige Unterlagen. Unvollständig erschienen beispielsweise die Angaben zum Speicherbeckenbedarf, zur Menge der Salzabwässer.

Der hängt unter anderem von den Grenzwerten in der Weser ab, die wiederum am Bewirtschaftungsplan der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG) hängen.

Von Göran Gehlen

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