Verbessertes Sicherheitsgefühl

Caldener wollen eigene Polizei am Flughafen

Calden. Eine feste Polizeipräsenz in Calden könnte das Sicherheitsgefühl und die Sicherheitslage in Calden verbessern - da sind sich viele Bürger und Bürgermeister Maik Mackewitz einig.

Auch die Polizeigewerkschaft hält neues Personal angesichts der ausgebauten Flüchtlingseinrichtung für sinnvoll. Das Land nimmt dazu bisher keine Stellung.

Als kürzlich bekannt wurde, dass die Erstaufnahme Calden bestehen bleibt, hatte Mackewitz gesagt, er wünsche sich, „dass man über eine dauerhafte Stationierung von Polizeikräften in Calden nachdenkt“. Dies bekräftigt er nun: „Nachdem durch das Land offiziell verkündet wurde, dass die Einrichtung in Calden fortbestehen soll, möchte ich nun dafür werben, dass in der Flüchtlings-Einrichtung für dauerhafte Polizeipräsenz gesorgt wird.“

Neue Aufgaben erforderten neues Personal - in diesem Punkt habe Mackewitz recht, sagt Stefan Rüppel von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Er rät allerdings von einer Polizeistation ab: Schaffe man eine Dienststelle in Calden, müsse Logistik doppelt her, die in der Polizeistation Hofgeismar schon vorhanden sei. Die GdP spricht sich für eine personelle Aufstockung der Beamten in Hofgeismar aus: 10 bis 13 Polizisten mehr sorgten dafür, dass pro Schicht ein Einsatzfahrzeug zusätzlich bereitstehe. Eine stationäre Präsenz in Calden schließe das nicht aus: „Raum für die Sachbearbeitung vor Ort macht immer Sinn, das gibt es am Flughafen auch.“

Eine nicht repräsentative Umfrage in Calden zeigt zudem: Die Bevölkerung steht hinter der Idee des Bürgermeisters - auch wenn sie an der Umsetzung zweifelt.

Vorbild könnte die Stadt Lütjenburg in Schleswig-Holstein: Sie ist mit 5300 Einwohnern vergleichbar groß und hat mittlerweile auch eine Erstaufnahme für 1000 Flüchtlinge - mit eigener Polizeistation und Wache in der Erstaufnahme.

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