Neuer Name lautet "Kassel Airport"

Bürgermeister Dinges zum Flughafen: „Calden“ wirkte störend

Dieser Name ist Geschichte: Kassel-Calden war gestern. Seit Sonntag heißt der Regionalflughafen „Kassel Airport“. Foto:  Archiv

Calden. In der Gemeinde Calden ist man mit dem neuen Namen "Kassel Airport" für den Flughafen offenbar einverstanden.

Für Bürgermeister Andreas Dinges ist es sogar "sinnvoll", dass der Flughafen nunmehr als "Kassel Airport" firmiert.

Bis zum Samstag trug er noch die Bezeichnung Flughafen Kassel-Calden. „Ich sehe keinen Nachteil, sondern nur Vorteile im neuen Namen“, sagte der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung. Wenn künftig das Oberzentrum allein für den Namen stehe, dann „vergeben wir uns als Gemeinde nichts“, sagte Dinges. Vom persönlichen Empfinden her habe er den Zusatz „Calden“ immer eher als störend empfunden, sagte Dinges. Denn international sei Kassel eher ein Begriff als Calden oder auch als Nordhessen. „Vom Marketing her ist das die richtige Entscheidung“, sagt Dinges.

Der von Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schusterder vorgeschlagenen Namensänderung hat der Aufsichtsrat am 13. Januar zugestimmt. „Da war ich auch dafür“, sagt Dinges, der die Gemeinde mit ihrem sechsprozentigen Anteil am Flughafen im Aufsichtsgremium vertritt. Der neue Name diene auch dazu, im internationalen Luftverkehr keine Verwirrung zu stiften.

In der Region soll sich an der alten Bezeichnung allerdings nichts ändern. Der Bürgermeister weist darauf hin, dass alle Straßenbezeichnungen und die Wegweisungen zum Flughafen beim alten Namen Kassel-Calden bleiben.

Hohe Verluste 

Aufgrund der hohen Verluste, die der Flughafen bislang geschrieben hat - für das vergangene Jahr wird mit über acht Millionen Euro gerechnet - trat Dinges bislang für die Reduzierung der Caldener Anteile an. Denn allein für 2014 muss die Gemeinde entsprechend ihrer Anteile mit rund einer halben Million Euro für das Betriebsdefizit geradestehen.

Weil sich auf Dauer die Gemeinde Calden Verlustzuweisungen in dieser Größenordnung nicht leisten kann, ist Dinges bestrebt, den Anteil auf drei Prozent zu verkleinern. Das Anteilspaket komplett abzustoßen, sei allerdings nicht im Sinne der Gemeinde. „Denn dann würden wir auch unser Mitspracherecht verlieren.“ Ein Mindestanteil an der Flughafen-Gesellschaft von einem Prozent sollte immer gewahrt bleiben.

Von Gerd Henke

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