Digitale Karten statt staubiges Archiv

Katasteramt Hofgeismar ist seit 25 Jahren in der Manteuffel-Anlage

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Vermessungstechnik im Wandel: Amtsleiter Frank Mause (rechts) und Mitarbeiter Andreas Willig mit einem Übersichtsplan der B 83 Ortsumgehung Hofgeismar vor zwölf der verschiedenen Kartentypen, die das Amt bereitstellen kann. Links sind historische Vermessungsgeräte sowie mechanische Rechenmaschinen ausgestellt.

Das Amt für Bodenmanagement, früher Katasteramt genannt, ist seit 25 Jahren eine Anlaufstelle für Menschen aus ganz Nordhessen.

Die Manteuffel-Anlage in Hofgeismar feiert ihr 25-jähriges Bestehen und ebenso lange hat hier schon ein Behörden-Flaggschiff festgemacht, das zu einer zentralen Anlaufstelle für Bürger und Behörden aus ganz Nordhessen geworden ist – das Amt für Bodenmanagement, kurz AfB, früher einfach Katasteramt genannt.

Im September 1993 wurde die Panzerbrigade 6 in der Hofgeismarer Manteuffel-Kaserne aufgelöst. Die leer stehenden Bundeswehrräume gingen im Rahmen einer der ersten bundesweit gelungenen Konversionen in private und gewerbliche Nutzung über. 

Manteuffel-Anlage bietet viele Vorteile

Neben Landkreisverwaltung, Polizei und Schulamt bezog auch das Katasteramt des Landkreises Kassel zwei ehemalige Kasernengebäude. Damit entstand im Herbst 1994 nahe dem Stadtkern ein modernes Behördenzentrum.

Die Einweihung der für 1,75 Millionen Mark (890 000 Euro) umgebauten und renovierten Gebäude übernahm der damalige Hessische Wirtschaftsminister Lothar Klemm, der das Katasteramt als „behördliches Flaggschiff einer dienstleistungsorientierten Verwaltung“ bezeichnete. Das damalige Katasteramt hat seit 25 Jahren einen festen Platz in der Manteuffel-Anlage.

„Die Bürger wissen zu schätzen, dass wir als persönlicher Ansprechpartner vor Ort präsent sind“, beschreibt es Amtsleiter Frank Mause.

Jubiläum: Im Winter 1994/1995 zog das Amt für Bodenmanagement in Hofgeismar in die früheren Kasernengebäude ein. Die offizielle Einweihung wurde im Februar vor 25 Jahren gefeiert. Heute sind 36 Mitarbeiter dort tätig. 

Die Manteuffel-Anlage biete für Kunden viele Vorteile. Es ließen sich mehrere Behördengänge kombinieren, zudem stünden ausreichend Parkplätze zur Verfügung und alles sei auch von der Innenstadt zu Fuß gut zu erreichen. 

Auch für die derzeit 36 Mitarbeiter in den komplett belegten Räumen ist die zentrale Lage im Einzugsgebiet ideal, hinzu komme die gute Anbindung durch die Bundesstraße 83. Viele Mitarbeiter kommen aus Hofgeismar und den umliegenden Gemeinden, einige aus Göttingen und Holzminden.

Landkarten sind digitalisiert 

Man hat von Hofgeismar aus nicht nur Netzzugriff auf alle Kartendaten in Hessen, sondern es bestehen auch gute Bedingungen für die Telearbeit von zuhause, was die Stellen im Amt sehr familienfreundlich mache, wie Frank Mause erklärt. 

Früher habe man weit fahren müssen, um Karten einzusehen. Heute sei das alles sehr schnell und flexibel von überall machbar. Das gilt sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Kunden, die Karten und Luftbilder auch online erwerben können.

Die Behörde ist voll vernetzt und in das Datensystem des Landes eingebunden. Seit Jahren schon liegen alle Landkarten digitalisiert vor, viel anschaulicher darstellbar als Listen und Tabellen. Die Vielfalt der Karten und Daten sowie der Nutzungen ist enorm. 

Standort in Hofgeismar weiter sicher

Es geht um Wasserflächen und Hochwassersimulationen, um Siedlungsflächen und Baurechte, es geht um Jagdkataster und Flurbereinigung, private Grundstücksvermessungen und Bodenrichtwerte, um Wertgutachten, Bevölkerungsdichte oder Spielplatzplanungen. 

Während im Laufe der Jahre im Landkreis Kassel die Dienststellen in Kassel und Wolfhagen geschlossen wurden und diese Regionen von Hofgeismar aus mit bedient werden, ist der Standort Hofgeismar für das Amt für Bodenmanagement weiterhin gesichert. 

Auch als Ausbildungsstelle ist das Amt gefragt. Frank Mause ist stolz, dass Praktikanten und die fünf Auszubildenden „nicht bloß Kaffee kochen“, sondern richtig und kreativ arbeiten können.

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