HNA-Markt: Pelzige Grüße aus der Villa Mau

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Die 9-jährige Lisa: Sie ist kastriert und geimpft. Ein kleines Handycap ist ihr chronischer Schnupfen, der weder ansteckend ist, noch sie in irgendeiner Art behindert.

Wenn man das Katzenhaus Liebenau besucht, kann es schon mal sein, dass man zunächst vergeblich nach den über 20 Katzen Ausschau hält, die sich hier – oder im gegenüberliegenden Haus von Annegret Kloppmann – aufhalten.

Gut versteckt in den zahlreichen Rückzugsmöglichkeiten im Innen- und Außengehege beobachten die Tiere die Fremden noch vorsichtig.

Viele von ihnen bekäme man gar nicht zu sehen, erklärt Annegret Kloppmann, die das Katzenhaus Liebenau 2008 gemeinsam mit Tina Hornig gründete. „Sie sind zu scheu und lassen sich meist nur von mir anfassen.“

Viele Katzen hatten schlechte Erfahrungen gemacht

Doch es dauert nicht lange und schon schmiegt sich die erste Katze schnurrend und um Aufmerksamkeit heischend an die Beine der Besucher und verschmäht auch nicht das mitgebrachte Leckerli. „Das ist Tinka“, stellt die Tierfreundin die ausgesprochene Schmusekatze vor, „sie ist 14 Jahre alt und wartet sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. Vielleicht sogar bei älteren Leuten, das wäre perfekt.“ Obwohl es sich bei Tinka um eine dreifarbige Glückskatze handelt, hat das kleine Tier zuletzt wenig Glück gehabt. Ihre „Menschen“ zogen fort und ließen die alte Katzendame einfach zurück.

Außer der Hauptstelle in Liebenau gibt es noch fünf weitere Pflegestellen im Umkreis, wo die Katzen zunächst ein vorläufiges Zuhause finden, tierärztlich versorgt werden erleben dürfen, dass Menschen ihnen etwas Positives wollen. Denn viele der Katzen haben schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und sind dementsprechend scheu oder gar wild.

Bildergalerie

HNA-Markt: Katzenhaus in Liebenau sucht liebe Menschen, die seinen Katzen ein gutes Zuhause bieten

Manchen Katzen gefällt es in der Liebenauer Villa Mau so gut, dass sie gar nicht wieder weg wollen. So wie Kater Nicki. Er wurde an eine Familie in das benachbarte Zwergen vermittelt. Doch eines Morgens saß er einfach wieder vor der Tür von Annegret Kloppmann. Die Familie holte den Kater mit dem markanten Ohr ab, doch nicht lange danach, hatte er erneut die zwei Kilometer Entfernung überwunden. „Jetzt bleibt er hier“, hat Annegret Kloppmann beschlossen.

Kastration von Katzen sollte Pflicht werden

Sehr wichtig ist den Tierfreunden die Kastrationspflicht für Katzen. Nur so sei es möglich, den vielen wild lebenden Katzen Herr zu werden. Auch eine Registrierung der Katzen sollte durchgeführt werden. Katzen aus der Villa Mau werden nur als Freigänger vermittelt. „Wir schauen uns die Menschen und ihr Zuhause genau an“, sagt Annegret Kloppmann, „denn die Katzen sollen ein schönes Heim bekommen.“

Sie denkt schon jetzt an den Liebenauer Weihnachtsmarkt am 5. Dezember wo es unter anderem wieder selbst gebasteltes Spielzeug für die Katze geben wird, aber auch eine Bude mit den berühmten Dominosteinen der Bäckerei Kloppmann. Seit die Bäckerei vor einigen Jahren geschlossen hat, ist dies die einzige Möglichkeit, die Leckerei noch zu erstehen. Der Verkaufserlös geht selbstverständlich an das Katzenhaus Liebenau.

Spenden sind dem Katzenhaus Liebenau sehr willkommen. Vor allem an Geld mangelt es, aber auch Futterspenden, Kratzbäume und anderes sind willkommen.

Das Katzenhaus Liebenau gehört dem Gnadenhof zur Förderung des Tierschutzes e.V. an und ist bei Facebook unter www.facebook.com/KatzenhausLiebenau zu finden. (zgi)

Von Gitta Hoffmann

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