Kindergarten: Wasserschaden kostet 635 000 Euro

Gutachten: In vielen Räumen des Kindergartens wurde gebohrt, um Schadstellen zu finden. Jetzt konnte Bürgermeister Danny Sutor die Ergebnisse der Gutachter präsentieren. Foto:  Rieß

Tief in die Tasche greifen muss die Stadt Grebenstein, um das erst sechs Jahre alte Gebäude am Sauertalweg zu sanieren. Ein langwieriger Rechtsstreit droht.

Grebenstein. Der Wasserschaden, der im erst sechs Jahre alten Kindergarten von Grebenstein aufgetreten ist, wird 635 000 Euro Kosten verursachen. Das sagte Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor bei der Stadtverordnetenversammlung am Montag. Und es war nicht die einzige schlechte Nachricht, die der Verwaltungschef zu verkünden hatte.

Wie aus dem jetzt vorliegenden Gutachten hervorgeht, gibt es nicht nur eine Ursache für den Schaden. Wie berichtet, hatte sich im vergangenen Jahr an mehreren Stellen Schimmel gebildet. Hauptursache dafür, so heißt es im Gutachten, seien undichte Wasserleitungen. Allerdings, so Sutor, konnte kein direktes Loch gefunden werden. Bei Tests, die für die Erstellung des Gutachtens gemacht wurden, habe sich herausgestellt, dass es einen Druckabfall gebe. Vermutlich seien einige Rohrverbindungen nicht ganz dicht. Das Leck sei jedoch nirgends so groß, dass Wassertropfen so sehen waren.

Darüber hinaus sind in dem über 150seitigen Gutachten noch andere kleinere Ursachen, wie eine mangelhafteDämmung nach außen, aufgelistet. Sutor rechnet deshalb damit, dass es zu einem langjährigen Rechtsstreit kommen wird. Ob man die Kosten jemals zurückbekommen wird, „kann ich nicht sagen“, so der Bürgermeister.

Zunächst muss die Stadt aber bezahlen, um die Schäden zu beheben. Die Folge: Der Plan, in diesem Jahr ein leichtes Plus zu erwirtschaften, ist nur noch Makulatur. Das Haushaltsloch wird nach neuesten Berechnungen bei 430 000 Euro liegen. ( mrß)

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