Kreis vermietet Gebäude

Klinik Helmarshausen wird wieder genutzt: Behandlung für Beatmungspatienten

Helmarshausen. Die Klink in Helmarshausen bleibt als Standort medizinischer Versorgung in der Nordspitze Hessens erhalten und wird sogar noch ausgebaut. Das sieht ein unterschriftsreifer Vertrag vor, der zwischen dem Landkreis Kassel und der Kasseler Firma AscleonCare ausgehandelt wurde.

Das stark expandierende Unternehmen will in dem Haus ab 1. Januar 2015 Behandlungsplätze für Beatmungspatienten einrichten.

AscleonCare ist eine Sparte der vor zehn Jahren als Zwei-Mann-Unternehmen gegründeten Medicalcarenetworks, die fast 400 (demnächst 500) Mitarbeiter und 50 Millionen Euro Jahresumsatz haben.

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Das Unternehmen, das dort im Sommer schon fünf Plätze betrieb, hat wieder Interesse angemeldet und will in Helmarshausen bis zu 15 Beatmungsplätze einrichten, sagte Landkreispressesprecher Harald Kühlborngegen HNA. Gleichzeitig wolle AscleonCare in dem derzeit leerstehenden Gebäudekomplex der früheren Kreisklinik wieder Ärzte ansiedeln, um die medizinische Versorgung der Bürger in der Region zu verbessern. Dabei sei auch an Fachärzte aus anderen Teilen des Kreises oder der Stadt Kassel gedacht.

AscleonCare wird vom Eigenbetrieb Kliniken des Kreises die Klinikgebäude und das zugehörige Schlösschen für zunächst drei Jahre mieten, eine Verlängerung ist geplant. Das Unternehmen will die Einrichtung nach und nach umnutzen. Die Tagespflege im Altbau soll bestehen bleiben. Genutzt wird zunächst der bis zuletzt betriebene Kliniktrakt im ersten Stock, der bis auf wenige Kleinigkeiten sofort nutzbar ist. Die Operationssäle werden wieder in Betrieb genommen, wenn weitere Ärzte hinzukommen.

Der Kreis, so gibt Kühlborn die Position des Landrats Uwe Schmidt wieder, werde als Vermieter die Entwicklung begleiten, damit keine Konkurrenzangebote entstehen und die Kreiskliniken oder andere Anbieter nicht gefährdet werden.

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