"Natur ist das Kapital"

Kommentar: Gerd Henke über Windkraft im Wald

Vor einigen Monaten waren die Gegner von Windkraftanlagen im Reinhardswald noch in der Defensive. Sie mussten sich von Politikern sagen lassen, dass an den 200 Meter hohen Anlagen neuen Typs auch im Reinhardswald kein Weg vorbeiführt. Diese Situation hat sich grundlegend geändert.

Heute sind es die Bürger, die unmissverständlich sagen: Wir wollen keine „Windindustrieanlagen“ vor unserer Haustür. Auf einmal sind die Bürgermeister und Abgeordneten in der Defensive. Nun stehen sie unter Rechtfertigungsdruck und müssen begründen, warum die Windkraft für die Region von Vorteil sein soll. Dies ist ein politisch schwieriges Geschäft. Denn die Betroffenen geben sich mit der vagen Aussicht auf ein paar Euro mehr an Gewerbesteuereinnahmen oder magere Renditen für Kleininvestoren nicht zufrieden. Sie haben erkannt, dass Natur und Landschaft das große Kapital gerade des Reinhardswaldes sind. Dieses Kapital auf Dauer zu verbrauchen, sind die Menschen vor Ort offenbar nicht bereit.

geh@hna.de

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