Kommentar zu Windrädern neben dem Friedwald: Von Karten tilgen

Im neuen Entwurf des Teilregionalplans Energie des Regierungspräsidiums Kassel ist eine Windvorrangfläche direkt neben dem Friedwald im Reinhardswald vorgesehen. Ein Kommentar von Gerd Henke.

Seit Jahren wird in der Region über die Windkraft gestritten. Wie groß der Widerstand gegen die Pläne des Regierungspräsidiums ist, lässt sich allein schon an den tausenden Einwendungen gegen die Windräder im Reinhardswald ablesen. Naturschützer, Jäger, Bürgerinitiativen - sie alle fürchten um den Erhalt dieses einzigartigen Naturraums.

Als wäre der vielstimmige Protest nicht schon groß genug, legen sich die Energieplaner jetzt auch noch mit den Nutzern, Betreibern und Förderern des Friedwaldes an. An den Rändern des größten Friedhofes des Landes könnten demnächst riesige Stahlmasten mit Rotoren in den Himmel ragen und für eine ständige Geräuschkulisse sorgen. Für Angehörige von Verstorbenen und Menschen, die sich den Friedwald schon zu Lebzeiten als letzte, weil naturnahe Ruhestätte ausgesucht haben, eine zutiefst verstörende und pietätlose Idee.

Weil aufgrund der anzunehmenden Klagewelle dieses Vorranggebiet kaum Aussicht auf Realisierung hat, sollte es schnell wieder aus den Karten getilgt werden. geh@hna.de

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