Genehmigung vom Regierungspräsidium

Kommentar zum Windrad an der Friedenseiche: Das ist eine Schande

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Weithin sichtbar: Buchstäblich allein auf weiter Flur steht die Friedenseiche seit über 140 Jahren bei Hombressen. Bei schönem Wetter ist sie sogar vom Kasseler Herkules aus zu sehen.

Hombressen. Das Regierungspräsidium hat gegen große Widerstände eine Windkraftanlage in der Nähe der Friedenseiche von Hombressen genehmigt. Dazu ein Kommentar von Marcus Janz.

Behörden entscheiden gelegentlich gegen den Willen der Bürger. Manchmal können sie nicht anders. Doch wie das Regierungspräsidium mit der Friedenseiche umspringt, beweist deutlich, dass sich die entrückt in Kassel residierende Behörde um die Menschen, denen sie dienen soll, kein bisschen schert.

Regierungspräsident Lübcke hat nicht einfach ein Windrad genehmigt. Sein Amt hat ohne Skrupel und Sensibilität die eine Stelle in der Nordspitze an einen Investor verscherbelt, die selbst Windkraftbefürworter freihalten wollen. Damit wird ein einmaliges Naturdenkmal, dessen Bedeutung daran hängt, dass es unbehindert und weithin sichtbar ist, unwiderruflich beschädigt. Eine Schande.

Dabei setzte sich der RP rücksichtslos über alle Widerstände hinweg, gängelte die Fachbehörde des Kreises und ignorierte eine ausdrückliche Sperre der Stadt und damit alle politischen Vertreter der Hofgeismarer. Dass für die Zerstörung einer unbezahlbaren Kulturlandschaft nur 17.000 Euro als Ablass eingepreist werden, setzt dem faulen Spiel die peinliche Krone auf.

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