Kräftemessen im Schottenrock

Muskelkraft als Antrieb: Tobias Hollmann (links) und Elias Flohr lernten das Feuerwehrfahrzeug bei den Highland Games von einer ganz neuen und extrem schweren Seite kennen. Fotos: S. Hoffmann

Holzhausen. Die Dudelsackklänge von Andreas Kricheldorf machten die Verwandlung Holzhausens ins schottische Hochland am Wochenende perfekt.

Zumindest das Gelände rund ums Feuerwehrhaus, wo die Blauröcke zum Abschluss ihrer dreitägigen Kirmes erstmals einen Wettkampf nach Vorbild schottischer Highland Games ausrichteten.

In Schottland gibt es jährlich bis zu 100 dieser Spiele, die durch die Scottish Highland Games Association organisiert und ausgerichtet werden. Die Bekanntesten finden Jahr für Jahr Anfang September in Braemar statt und stehen unter der Leitung von Königin Elisabeth II., deren traditioneller Sommersitz das nahegelegene Balmoral Castle ist und die deshalb regelmäßig persönlich anwesend ist.

Nach Holzhausen kam sie zwar nicht und auch die Spiele waren etwas kleiner als beim Original, dennoch erwies sich die Heidelbeerdorfvariante ebenso als echte Muskelpartie im Schottenrock. Die Disziplinen den örtlichen Bedingungen angepasst, stellten sich an die 50 Teilnehmer den schweißtreibenden Aufgaben: Feuerwehrautoziehen, Reifenstemmen, Steinstoßen und Baumstammwerfen. In allen der vier Disziplinen war von den Teilnehmern jede Menge Kraft und Ausdauer gefordert. Dabei sah vieles so leicht aus. „Der Baumstamm wiegt gut und gerne 35 Kilo“, sagte Heiko Reinholz überrascht, nachdem er das rot-weiß lackierte Geschoss über den Parcours katapultiert hatte. Wie weit er geworfen hatte, das war ihm heute nicht so wichtig, denn anders als in Schottland stand im Immenhäuser Stadtteil der Spaß im Vordergrund.

Den hatten auch die jungen Zuschauer an diesem Tag, die gar nicht genug bekommen konnten von den schweißtreibenden Aufgaben. Alles eine Nummer kleiner als bei den Erwachsenen, konnten auch viele Kinder ihre Kräfte unter Beweis stellen und sich dabei fühlen, wie die Großen.

Eine Frage, die vor allem die weiblichen Zuschauer beschäftigte, beantwortete Tobias Hollmann: „Ja, wir haben unter unseren Röcken noch etwas an.“

Von Sascha Hoffmann

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