Jedes Mal Seitenscheibe eingeschlagen

16 Autoaufbrüche im nördlichen Landkreis: Polizei vermutet Bande

Kreis Kassel. Bei 16 Autoaufbrüchen im nördlichen Landkreis und der Stadt Kassel in den vergangenen Tagen vermutet die Polizei einen Zusammenhang.

„Es gibt zwar noch keine eindeutigen Hinweise darauf, die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es sich bei solchen Serien meist um organisierte Kriminalität handelt“, sagt Matthias Mänz, Pressesprecher der Polizei Nordhessen.

In der vergangenen Woche brachen unbekannte Täter acht Autos in einer Nacht in Immenhausen, Holzhausen und Hohenkirchen auf. In der darauffolgenden Nacht gab es einen weiteren Fall in Grebenstein. Am Wochenende ereigneten sich insgesamt sieben Aufbrüche in Vellmar sowie in den Kasseler Stadtteilen Harleshausen und Kirchditmold.

Das Vorgehen war jedes Mal ähnlich: Die Täter schlugen die Seitenscheiben von hochwertigen Pkw der Marken Mercedes und BMW ein. Anschließend bauten sie fachmännisch Navigationssysteme und Lenkräder mitsamt Airbag aus.

Durch das gezielte Handeln geht die Polizei von professionell agierenden Banden aus. Die würden meist gezielt Gebiete aufsuchen, so Mänz. Seit dem Wochenende sind der Polizei aber keine weiteren Aufbrüche gemeldet worden. „Es ist möglich, dass die Täter in eine andere Region weitergezogen sind. Sollte es sich um eine organisierte Bande handeln, könnte es auch sein, dass sie ihr Kontingent erfüllt haben.“

Die Polizei hat ihre Präsenz in den betroffenen Gebieten in den Nächten erhöht. „Die Beamten sind jetzt natürlich darauf sensibilisiert und angehalten, die Augen offenzuhalten“, sagt Mänz. Auch die höhere Aufmerksamkeit könnte ein Grund sein, warum die Täter nicht mehr zugeschlagen haben.

Ähnliche Serien von Auto-Aufbrüchen hat es laut Mänz im Landkreis in der Vergangenheit schon häufiger gegeben.

Garage ist am sichersten

„Es ist schwierig sich vor einem Autoaufbruch zu schützen“, sagt Polizei-Pressesprecher Matthias Mänz. Der sicherste Ort sei die Garage. „Aber natürlich hat nicht jeder einen solchen Stellplatz zur Verfügung.“ Ebenso sollte man wachsam sein, auch in der Nacht.

In einem Fall in Immenhausen hielt eine Alarmanlage die Täter von ihrem weiteren Vorhaben ab. Nachdem diese ausgelöst hatte, flüchteten die Unbekannten. „Ein 100-prozentiger Schutz ist aber nicht möglich“, sagt Mänz.

Nach wie vor hat die Polizei keine konkreten Hinweise auf die Täter. Wer etwas gesehen hat, kann sich als Zeuge melden.

Hinweise: 0561/9100

Rubriklistenbild: © dpa

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