15 Nachwuchspolitiker auf der Liste

Kasseler Landkreis-SPD geht verjüngt in die Kreistagswahl

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Die neuen Spitzenkandidaten der Kasseler Landkreis-SPD für die Kreistagswahl (von links): Anette Milas (Baunatal, Platz 6), Brigitte Hofmeyer (Hofgeismar, 2), Timon Gremmels (Niestetal, 3), Dieter Lengemann (Fuldabrück, 1), Manfred Ludewig (Vellmar, 5), Petra Voß (Habichtswald, 4). 

Immenhausen. Die SPD im Landkreis Kassel geht mit einer deutlich verjüngten Mannschaft in den Kreistagswahlkampf.

Auf der beim Delegiertentag am Freitag in Immenhausen verabschiedeten Kandidatenliste mit 81 Namen befinden sich 15 Nachwuchskräfte der Jungsozialisten (Jusos), davon allein fünf unter den ersten 20. Neuer Spitzenkandidat ist der Fraktionsvorsitzende Dieter Lengemann (Fuldabrück). Der dritte Spitzenkandidat für den Kreistag, Timon Gremmels (Niestetal), bezeichnete es als Vorsitzender des Unterbezirks Kassel-Land als wichtig, den Wählern eine ausgewogene Liste an guten Kandidaten zu präsentieren. Der SPD sei es gelungen, eine angemessene Verteilung sowhl der Geschlechter (44 Männer, 37 Frauen), als auch der Altersgruppen (Durchschnitt 48,9 Jahre) sowie erfahrener und neuer Kandidaten (36 bereits im Kreistag, 44 neu auf der Liste) zu gestalten und auch alle Kommunen zu berücksichtigen. „Das schafft keine andere“, sagte Gremmels mit Blick auf die anderen Kreistagsparteien. Zum Teil hätten auch langjährige Parlamentarier wie etwa Ullrich Meßmer ihre aussichtsreicheren vorderen Listenplätze gegen hintere eingetauscht, um dem Nachwuchs eine Chance zu bieten. Gremmels warb für Lengemann als Spitzenkandidat, weil dieser die Kreisverwaltung seit Jahrzehnten kenne und im Kreistag für alle wichtigen Projekte der SPD eine Mehrheit erreicht habe. Trotz zahlreicher Diskussionen in den Ortsvereinen um die Platzierungen gab es am Ende 111 Ja-Stimmen für die Gesamtliste und nur drei Stimmzettel mit Einzelvoten für Kandidaten, weitere drei Zettel waren ungültig. Als besondere Herausforderung im Wahlkampf betrachtet die SPD die Diskussion um die Flüchtlingspolitik. Die einfachen Lösungen der AfD und der Pegida reichten nicht aus, man müsse ihnen gemeinsam ein Stop-Schild zeigen und keine Angst vor ihnen haben, sagte Timon Gremmels. Die Kreisspitze habe bisher eine gute Flüchtlingspolitik geleistet, die die Kommunen weniger belaste, stellte Dieter Lengemann fest. Das Kommunalwahlprogramm der SPD im Landkreis wurde einstimmig verabschiedet. Die darin aufgelisteten Punkte seien eine Erfolgsbilanz vor allem bei der Schul-, Energie- und Wirtschaftspolitik und sollten weiter ausgebaut werden. Mit Blick auf die CDU hieß es, die SPD wolle mit Inhalten überzeugen statt mit Personalquerelen.

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