Kreis verbietet Abriss der Beberbeck-Häuser

Ihre Wohnhäuser werden nun doch nicht abgerissen: Benjamin Lenzin (von links), Julia, Peter, Veronique und Anna-Lena Bollerhey sind froh, dass sie ihr Haus in Beberbeck nun wahrscheinlich doch nicht räumen zu müssen. Auf unserem Archivfoto hatte die Familie gerade die Kündigung ihres Mietvertrags erhalten. Archivfoto: Temme

Beberbeck. Die Bauaufsicht des Landkreises Kassel hat den Abriss der Landarbeiterhäuser an der Hombresser Straße in Beberbeck verboten.

Damit liegen die Pläne des Landes nun erstmal auf Eis.

Die Hessische Staatsdomäne hatte den Abriss der Häuser beantragt, weil die Gebäude in einem schlechten Zustand seien und sich eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr lohne. Die Mieter hatten Mitte Juli die Kündigung ihrer Mietverträge erhalten.

„Unsere Bauaufsichtsbehörde sieht nach Prüfung des Abrissantrags keine Möglichkeit, eine Genehmigung zu erteilen“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Die Bauaufsicht des Landkreises prüft bei Abriss- oder Bauanträgen, ob dem Vorhaben öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen. „Wir sehen im Planungsrecht und im Denkmalschutz Gründe, die gegen den Abriss der Landarbeitersiedlung sprechen“, so Kühlborn weiter.

Die Häuser an der Hombresser Straße stünden in einem engeren räumlichen Zusammenhang mit der übrigen Bebauung des Hofgeismarer Stadtteils Beberbeck und stellten somit einen Teil des Dorfes dar.

Auch denkmalschutzrechtliche Bedenken sprechen laut Bauaufsicht gegen den Abriss. Die genannten wirtschaftlichen Gründe für den Abriss können aus Sicht des Landkreises „das öffentliche Interesse am Erhalt des Kulturdenkmals nicht entkräften“.

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