Verhandlungen laufen

Landesstraße an der Weser gesperrt: Doch die große Baustelle steht still

Vorübergehend verlassen: Die Baustelle der L 561 zwischen Gieselwerder und Oedelsheim. Wann es weitergeht, ist derzeit noch offen.
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Vorübergehend verlassen: Die Baustelle der L 561 zwischen Gieselwerder und Oedelsheim. Wann es weitergeht, ist derzeit noch offen.

Die Straßenbaustelle auf der voll gesperrten Landesstraße zwischen Gieselwerder und Oedelsheim steht derzeit still, alle Bauarbeiter haben sich von der Einsatzstelle zurückgezogen.

Gieselwerder/Oedelsheim - Über die genauen Ursachen wird gerätselt. Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte die Straßenbaubehörde Hessen Mobil, dass sie diesen Zustand leider bestätigen müsse, wie Pressesprecher Marco Lingemann mitteilte. „Die Baustelle ruht. Wer stehen in intensivem Austausch mit der beauftragten Baufirma und arbeiten an einer Lösung, damit es auf der Baustelle bald wieder weitergehen kann.“

Die Landesstraße L561 zwischen Gieselwerder und Oedelsheim wird derzeit saniert. An der Fahrbahn waren Setzungen aufgetreten, sodass einige Abschnitte der Straße bis zum Baubeginn nur halbseitig befahrbar waren. Ursache für die Setzungen ist die instabile Bodenstruktur im Bereich der Böschung zum Tal der Weser.

Zum Hintergrund erklärte Hessen Mobil, dass der Boden dort mit einem Spezialverfahren, dem sogenannten Hydrozementationsverfahren, nun nachhaltig stabilisiert werden soll. Dieses besondere Verfahren kann nur durch wenige, darauf spezialisierte Fachfirmen ausgeführt werden. Die Baufirma, die den Zuschlag für die Gesamtmaßnahme der Straßensanierung erhalten hat, gibt diese Leistungen an einen Subunternehmer weiter.

Damit hängt auch die jetzige Problematik zusammen. „Bedauerlicherweise kann der Subunternehmer noch nicht zum Einsatz kommen. Die Unternehmen in der Baubranche haben im Moment volle Auftragsbücher und kämpfen gleichzeitig mit Lieferengpässen bei den Baumaterialien. Wir stehen im intensiven Austausch mit unserem Auftragnehmer und arbeiten an einer Lösung“, formuliert Pressesprecher Lingemann. Sobald es Neuigkeiten gebe, werde er die Öffentlichkeit informieren.

Bevölkerung ist verärgert

Bei der Bevölkerung an der Weser kommt die seit gut drei Wochen stillstehende Baustelle nicht gut an, weil sich dadurch Verzögerungen ergeben. Die gesperrte Landesstraße ist eine wichtige Verkehrsverbindung am rechten Weserufer unter anderem von Oedelsheim nach Lippoldsberg und Gieselwerder sowie zur dortigen Weserbrücke und zum Reinhardswald.

Auch dem Bürgermeister der Gemeinde Wesertal lagen gestern noch keine weitergehenden Informationen vor. Wenn es Probleme gebe, hätte man mit dem Abfräsen der Fahrbahn besser noch gewartet, dann hätte der Verkehr wenigstens eingeschränkt noch weiterlaufen können, sagte Cornelius Turrey. Die Oedelsheimer Fähre als Notlösung könne nur noch wenige Wochen weiterfahren, dann werde es morgens und abends zu dunkel.

Alternativ müssen die Autofahrer derzeit einen gut 20-minütigen Umweg über Arenborn, Vernawahlshausen und Lippoldsberg fahren, Lkw sogar einen noch deutlich längeren über Uslar und Lauenförde. (Thomas Thiele)

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