Spenden von 3.700 Euro deckten Ausgaben 

Bürgerbus fuhr über 900 Mal

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Erfolgreich in Oberweser und Wahlsburg: Der Wesertaler Bürgerbus und einige der ehrenamtlichen Fahrer.

Wahlsburg/Oberweser. Eine positive Bilanz und Lob gab es für die ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerbusses  - ein neues Konzept soll es dagegen für den viel kritisierten „Wesertaler“ geben.

Der Bürgerbus in Wahlsburg und Oberweser ist ein Erfolg. So lautet die Bilanz des vergangenen Jahres, in dem der Bus nach Aussagen von Wahlsburgs Bürgermeister Jörg-Otto Quentin 901 Fahrten absolvierte und zusätzlich 59 mal vermietet wurde. Spitzenmonat sei der November mit 102 Fahrten gewesen.

Quentin berichtete von der Weihnachtsfeier für die 18 ehrenamtlichen Fahrer, die aus Termingründen erst im Januar stattfand und bei der ihr Einsatz gelobt wurde. Aus jedem der angefahrenen Orte ist – so die Bedingung – mindestens ein Fahrer dabei, darunter auch aus den zu Uslar gehörenden Orten Offensen und Fürstenhagen, die nahe Heisebeck liegen.

Kein Zuschussgeschäft

Den Bürgerbus benutzen vor allem ältere Bürger, die nicht mehr selbst mobil sind. Sie fahren unter anderem nach Bodenfelde und Uslar, zum Bahnhof und zu Ärzten. Vermietet wurde der Wagen beispielsweise an Sportvereine, Feuerwehren oder den Partnerschaftsverein. Ein weiterer Fahrer steht für Fahrten mit den Flüchtlingen bereit. Organisiert werden die Fahrten durch die Gemeindeverwaltungen, was etwa 100 Stunden im Jahr ausmacht. Ausgaben von 3.070 Euro unter anderem für Versicherung, Treibstoff und Werkstattkosten standen 3.700 Euro Einnahmen aus Spenden für die Fahrten entgegen. „Aktuell ist es noch kein Zuschussgeschäft und eine beispielhafte, gute Sache“, zog Bürgermeister Quentin Bilanz.

Öfter nach Hofgeismar

Gleichzeitig berichtete er wie zuvor schon sein Amtskollege Turrey aus Oberweser von den Plänen, den immer wieder kritisierten Busverkehr des „Wesertalers“ zu überarbeiten. Wie gemeldet, soll der Fahrplan zum 1. April umgestaltet werden. Die wenig genutzten Verbindungen im Wesertal, wo es schon andere Fahrmöglichkeiten gebe, werden dann reduziert zugunsten besserer Verbindungen nach Bad Karlshafen und in die Behördenstadt Hofgeismar, die bisher nur wenig nutzerfreundlich sind.

Soll effektiver fahren: Der Wesertaler-Bus, der oft ohne Fahrgäste unterwegs ist, soll sinnvollere Verbindungen bedienen. 

Im März wollen Nordhessischer Verkehrsverbund NVV und Landkreis ihr neues Buskonzept für den Wesertaler im Detail vorstellen, sagte Kreispressesprecher Harald Kühlborn auf Anfrage.

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