Pakete und Briefe falsch zugestellt

Ärger über die Zustellung der Post in Lamerden

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Leerer Briefkasten: Manchmal landet die Post von Peter Damm bei seiner Mieterin (Kasten rechts).

Peter Damm ist verärgert. Der 72-Jährige aus dem Liebenauer Stadtteil Lamerden hat immer wieder Probleme mit der Paket- und Briefzustellung.

„Wir haben mehrere Zusteller, die wechseln ständig durch. Manchmal hab ich sogar das Gefühl, dass einer so gar keine Lust auf seinen Job hat“, findet Damm klare Worte zu der Situation.

Es sind unterschiedliche Dinge, die dem 72-Jährigen auffallen und ihn somit zweifeln lassen. „Es ist schon ein paar Mal vorgekommen, dass Briefe, die an meine Frau oder mich adressiert waren, im Briefkasten unserer Mieterin gelandet sind“, sagt Damm. Erst vorige Woche sei dies wieder vorgekommen. Und auch bei den Damms landete schon die Post, die eigentlich für die Mieterin bestimmt war. Dass so etwas mal vorkommen kann, würde Damm noch verstehen. Doch dass es immer wieder passiere, stört ihn.

Fremde Post im Briefkasten

Kurios findet er allerdings, dass die Zusteller bei ihm auch schon Pakete und Briefe abgegeben hätten, die gar nicht an ihn adressiert sein. „Da öffnet man dann die Post und stellt plötzlich fest, dass die gar nicht für einen ist. Das ist auch in Hinblick auf den Datenschutz sehr fahrlässig.“ Mittlerweile sei er, wie er selbst sagt, sensibilisiert und schaue auf den Paketaufkleber oder auf das Gedruckte im Kurvertfenster. Doch wie gelingt es, dass ein falsch zugestelltes Paket dann trotzdem noch zum richtigen Adressaten findet? „Der Zusteller nimmt es am nächsten Tag wieder mit“, sagt Damm.

Trotzdem gebe es noch ein weiteres Problem, wie Damm berichtet. Es sei auch schon vorgekommen, dass er morgens seine Post verstreut im Eingangsbereich seines Grundstücks gefunden habe. „Wahrscheinlich sind die Briefe in das Zugangstor meiner Einfahrt gesteckt worden. Bei Wind und Wetter sind sie dann herausgeflogen“, vermutet der 72-Jährige.

In der Einfahrt vorm Haus hat Damm auch schon Post vorgefunden. Dieses Bild wurde nachgestellt.

Ob andere Menschen in seiner Straße oder im Dorf ähnliche Probleme wie Damm haben, ist ihm nicht bekannt. Das Gespräch mit den Zustellern habe er schon gesucht. „Mir wurde gesagt, dass sie die Problematik an die Kollegen weitergeben. Inwiefern das geschehen ist, weiß ich nicht.“ Auch an die Beschwerdestelle der DHL hat Damm sich gewandt. Drei Mal habe er dort angerufen, vor rund drei Wochen das letzte Mal. „Am Telefon war man sehr nett zu mir und versprach, sich mit der Verteilstelle in Verbindung zu setzen“, berichtet Damm. Er hoffe nun, dass sich das Ganze regelt und er nicht mehr zum Telefon greifen muss.

Das sagt die Post zu den Vorkommnissen

Bei den Missverständnissen und Problemen, die zwischen den Zustellern und Peter Damm entstanden sind, rät Thomas Kutsch, Pressesprecher der Deutschen Post, immer erst einmal zu einem Gespräch. „Oft lässt sich dann schon klären, wie die Lage ist und wie man sie ändern kann.“

Sollte eine Aussprache nicht die gewünschte Wirkung zeigen, so gebe es laut Kutsch noch andere Wege, damit die Post im Briefkasten landet. „Eine Möglichkeit wäre es mit einem Schildchen am Zaun darauf hinzuweisen, dass sich die Briefkästen neben der Haustür befinden“, sagt der Pressesprecher. Auch die Briefkästen nach vorne an den Zaun zu hängen, wäre eine Alternative.

Auf Anfrage unserer Zeitung hat Kutsch sich mit dem zuständigen Zustellbetrieb in Verbindung gesetzt. „Der Stammzusteller ist nun über die Problematik informiert. Die Vertretungskräfte in Lamerden wussten manchmal nicht, dass der Briefkasten von Herrn Damm nicht vorne am Tor ist. Jetzt sollte alles glatt laufen.“

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