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Eine Auszeit im Liebenauer „Paradies“: Zimmermeister stellt Ferienhäuser fertig

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Von: Josefin Schröder

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Von den ersten Bauplänen bis zur Einrichtung hat Richard Betz zwei Jahre an den Ferienhäusern gearbeitet. Im Hintergrund das „Große Paradies“.
Von den ersten Bauplänen bis zur Einrichtung hat Richard Betz zwei Jahre an den Ferienhäusern gearbeitet. Im Hintergrund das „Große Paradies“. © josefin schröder

Um Urlaub im Paradies zu machen, ist keine Fernreise mehr nötig. Zumindest, wenn es nach Richard Betz geht.

Liebenau – Auf einem Grundstück am Liebenauer Ortsrand nahe der Diemel hat der Zimmermeister aus Ersen zwei Ferienhäuser errichtet. „Im Paradies“ heißen die Unterkünfte, in denen Betz erholungssuchenden Touristen eine Auszeit anbietet.

Am Nösselweg direkt am Diemelradweg steht nun ein zweigeschossiges Ferienhaus in Holzrahmenbauweise und erinnert mit seinen blau gestrichenen Balken an Häuser in Skandinavien. Daneben steht im gleichen Stil ein Tiny-Haus, das bereits seit Juli für Gäste geöffnet ist. Beim größeren Haus fehlen laut Betz noch Kleinigkeiten wie Fußleisten. Ab Anfang November können sich Touristen auch dort einbuchen.

„Seit 2020 habe ich mit zwei Kollegen und einigen Corona-Unterbrechungen die Häuser gebaut“, sagte Richard Betz bei der Einweihung. Betz hat sie nicht nur gebaut, sondern auch geplant und geschmackvoll und schlicht eingerichtet.

Zur Ausstattung gehören Sauna, Kaminöfen, Panoramafenster und selbst gebaute Möbel aus Eschenholz. Während im Tiny-Haus zwei bis drei Gäste Platz haben, gibt es im „Großen Paradies“ Schlafmöglichkeiten für vier bis sechs Personen. Eine Besonderheit des größeren Hauses ist der überdachte und holzbeheizte Hot-Tub, ein mit Wasser gefüllter Bottich zum Baden. Bei seinem Konzept hat Richard Betz viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Eine Wärmepumpe heizt beide Häuser. Mit zwei E-Bikes und einem Lastenrad können seine Gäste autofrei die Gegend erkunden.

„Urlaub in Deutschland ist und bleibt in“, sagt Landrat Andreas Siebert. Er sieht in dem Projekt ein großes Potenzial für die touristische Entwicklung im Naturpark Reinhardswald. Hochwertige Unterkünfte trügen in erheblicher Weise zur regionalen Wertschöpfung bei.

„Der nahe Diemelradweg, der demnächst eine Fünf-Sterne-Zertifizierung erhalten soll, Kanufahrten auf der Diemel und Wanderungen auf dem Schmetterlingssteig sind vielfältige Aktivitäten für Touristen. Von einer Belebung der touristischen Aktivitäten profitieren auch zahlreiche Unternehmen in der Region“, ergänzte Bürgermeister Harald Munser.

Beide Häuser wurden von der Europäischen Union mit der Leader-Förderung kofinanziert. Das Projekt wurde mit 80 000 Euro gefördert. Insgesamt kostete der Bau beider Häuser knapp 300 000 Euro.

Die Vermarktung der Häuser läuft zunächst über den Naturpark Reinhardswald, sowie über die Grimmheimat Nordhessen und das Netzwerk Lohospo.

Interessierte sind zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 30. Oktober, ab 11 Uhr ins „Paradies“ (Nösselweg 33) eingeladen  im-paradies.com

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