„Gucken, was uns erwartet“

Firma Trömel aus Liebenau hilft in Ahrweiler Opfer der Flutkatastrophe

Mit schwerem Gerät nach Ahrweiler: Michael Kaufmann (links) und Andreas Trömel werden mit drei weiteren Angestellten am Wochenende im Hochwassergebiet helfen.
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Mit schwerem Gerät nach Ahrweiler: Michael Kaufmann (links) und Andreas Trömel werden mit drei weiteren Angestellten am Wochenende im Hochwassergebiet helfen.

Die Hilfsbereitschaft für die Opfer der Flutkatastrophe bricht nicht ab. Am Freitagabend geht es unter anderem für Andreas Trömel und vier seiner Mitarbeiter Richtung Ahrweiler.

Liebenau/Ahrweiler - Sie und fünf weitere Unternehmen aus Fulda, Bad Hersfeld, Hofbieber und Friedewald werden vor Ort in Ahrweiler Aufräumarbeiten erledigen. „Wir wurden von der Firma Schrott- und Metallgroßhandlung Döring gefragt, ob wir Lust haben, in Rheinland-Pfalz zu helfen. Die Resonanz in unserem Betrieb war hoch“, fasst es Chef Andreas Trömel vom gleichnamigen Rohstoffhandel aus Liebenau zusammen.

Insgesamt 20 Lkw und drei Bagger werden in das Krisengebiet fahren. Die Liebenauer Firma Trömel stellt neben Lastkraftwagen, Containern, Schippen und Besen auch einen Sprinter mit Lebensmitteln und Getränke zur Verfügung. Am Samstagmorgen geht es nach einer Übernachtung in Koblenz weiter nach Ahrweiler. Dort erwartet die Männer und Frauen eine 36-Stunden-Schicht in der sie helfen, die Straßen von Müll, Geröll, Erde und den zerstörten Gegenständen zu befreien, die Betroffene aus ihren überfluteten Häusern geräumt haben.

Auf die körperlich harte Arbeit könne man sich einstellen, auf die Anblicke vor Ort nicht. „Wir gucken, was uns erwartet“, sagt Mitarbeiter Michael Kaufmann. „Richtig vorbereiten kann man sich darauf nicht. Das wird eine ganz neue Erfahrung. Aber wir wollen den Menschen vor Ort helfen. Wir haben Zeit, Material und Leute dafür“, ergänzt Trömel und fügt hinzu: „Wir haben auch 25 andere Unternehmen aus dem Kreis angeschrieben, ob sie nicht helfen wollen.“ Die Rückmeldungen seien ernüchternd ausgefallen: Nicht einer hätte dabei mitmachen wollen.

Zwei weitere Helfer und einen zusätzlichen Lkw könne man laut Trömel noch gut gebrauchen. Wer also Zeit und Lust hat, kann sich bei Andreas Trömel unter Tel.: 01 73/5 67 06 94 melden. (Nela Müller)

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