Neugründung in Liebenau-Zwergen

Fördervereine tragen die Bäder-Last mit

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Das Freibad in Zwergen ist sehr beliebt vor allem bei Jugendlichen.

Hofgeismar/Zwergen. Fördervereine werden immer wichtiger, um die Städte und Gemeinden im Kreisteil Hofgeismar beim Betrieb von Schwimmbädern zu unterstützten.

Sie sollen vor allem helfen, die Betriebskosten zu senken. So wie in Zwergen, wo der neugründete Förderverein jetzt seine Arbeit aufnehmen will. Auch in Immenhausen, Calden und Reinhardshagen unterstützen Vereine die Kommunen.

Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis alle bürokratischen Hürden zur Vereinsgründung genommen waren. Jetzt will der Vorstand des Zwergener Vereins um Holger Lange, Andreas Sünder, Markus Bohle und Kassierer Andreas Mascher loslegen. Das Team hofft, dass möglichst viele der Interessenten, die bei der Infoveranstaltung im April 2017 ihre Unterstützung angekündigt hatten, Mitglied werden. Parallel überlegen sie, wie Gäste angezogen werden und wie das Zwergener Bad attraktiver werden kann.

Einer der ersten Schritte könnte die Anbringung von Werbebannern im Bad sein. Außerdem möchte der Vorstand eine Beachparty organisieren: Nachmittags könnte es Spielangebote für Kinder geben, abends Musik und Unterhaltung für ältere Besucher.

Arbeitsleistung sei wichtig, um die Stadt in diesem Bereich zu entlasten. Das Gelände könnte mit Liegen und Sonnenschirmen schöner gestaltet werden. Und wenn die Finanzierung klappt, ist eine Rutsche vorstellbar.

Zufrieden stellt das Vorstandsteam fest, dass der Schwimm-Unterricht der Liebenauer Diemeltalschule jetzt im Zwergener Bad stattfindet. Dafür hatte sich Bürgermeister Harald Munser eingesetzt.

Die Fördervereine im Kreisteil unterstützen die Kommunen beim Betrieb der Bäder. In Waldeck-Frankenberg und in Bodenfelde/Weser haben Fördervereine den Bäderbetrieb übernommen und werden von den Kommunen bei größeren Vorhaben unterstützt. 

Rund 100 000 Euro kostet die Stadt Liebenau der Betrieb des Zwergener Freibades – im Jahr. Das hatte Bürgermeister Harald Munser bei der Info-Veranstaltung zur Vereinsgründung 2017 gesagt. Den Ausgaben standen Einnahmen von etwa 10 000 Euro gegenüber. Das Bad belastete den städtischen Haushalt also mit etwa 90 000 Euro. Angesichts der angespannten Finanzlage muss die Stadt die freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stellen. Dazu zählt auch der Aufwand für Sportstätten. Um den Liebenauer Etat zu entlasten, soll sich der Förderverein nicht nur um Verschönerungen kümmern. Der Verein soll sich gezielt an den Betriebskosten beteiligen. Für Donnerstag, 26. Juli, lädt der Verein ab 18 Uhr zu einem weiteren Info-Abend zu Bad und Vereinsarbeit in die Liebenauer Kulturscheune ein. 

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