Stadt will 100.000 Euro investieren

Freibad in Zwergen kann saniert werden

 Ministerin Eva Kühne-Hörmann übergibt  eine Infotafel des Landes an Bürgermeister Harald Munser (vorn). Mit dabei waren vom Förderverein des Freibads (im Hintergrund von links) Markus Bohle, Andreas Koch, Holger Lange, Sabine Ludewig sowie Mike Schomburg.
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Unterstützung vom Land für die Freibadsanierung: Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergab dazu auch eine Infotafel des Landes an Bürgermeister Harald Munser (vorn). Mit dabei waren vom Förderverein des Freibads (von links) Markus Bohle, Andreas Koch, Holger Lange, Sabine Ludewig sowie Mike Schomburg.

Ehrenamtliche seien notwendig, um Projekte wie das Freibad in Zwergen zu erhalten und voranzubringen. Das sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bei ihrem Besuch.

Zwergen - Nach Überlegungen zur Schließung des Bades kümmere sich jetzt der Förderverein darum, das Schwimmbad attraktiver zu machen. Bei der Übergabe eines Förderbescheid über 56.000 Euro aus dem hessischen Swim-Programm hob die Kasseler Ministerin das ehrenamtliche Engagement hervor.

Bausubstanz fast 50 Jahre alt

1974 sei das Freibad gebaut worden, erinnerte Bürgermeister Harald Munser. Die Substanz sei damit fast 50 Jahre alt. Die Stadt plant jetzt, die Fassade zu sanieren, damit keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann. Toilettenanlage und Duschen sollen erneuert werden, ebenso die Einrichtung der Umkleidekabinen. Außerdem wird die Wasseraufbereitungsanlage modernisiert und eine Trockengranulat-Chloranlage eingebaut. Insgesamt sollen dafür etwa 100.000 Euro verbaut werden. Bei den Bauarbeiten sind auch Eigenleistungen der Zwerger vorgesehen.

Etwa die gleiche Summe hatte die Stadt vor der Saison in die Sanierung des Dachs des Funktionsgebäudes investiert. Die war notwendig geworden, weil Regenwasser in die Räume eingedrungen war. Die Ministerin wies darauf hin, dass das Land bis zum 2023 Schwimmbad-Projekte jährlich mit zehn Millionen Euro fördere.

Aufwendige Antragstellung

Kühne-Hörmann räumte ein, dass die Antragstellung für die Städte und Gemeinden sehr aufwendig sei. Mit dem umfangreichen Verfahren wolle das Land aber vermeiden, dass Projekte doppelt gefördert werden – und dass das Steuergeld nur für sinnvolle Vorhaben fließe. Das griff Bürgermeister Munser gern auf und verwies darauf, dass die Stadt für das Bad noch weitere Zuschüsse gebrauchen könnte. „Niemand verbietet uns, einen zweiten Antrag zu stellen. Zumal wir es jetzt gelernt haben“, sagte Munser. (Bernd Schünemann)

Lange Diskussion um Erhalt des Bades

Vor einigen Jahren habe man in Liebenau intensiv diskutiert, ob das Freibad in Zwergen geschlossen werden oder erhalten bleiben solle, blickte Bürgermeister Harald Munser bei der Förderbescheid-Übergabe zurück.

Jetzt in der Coronakrise habe sich gezeigt, dass es richtig gewesen sei, die Anlage nicht zu schließen – trotz des defzitären Betriebs. Das Bad werde heute mit Unterstützung des Zwerger Fördervereins betrieben. Der Verein trage mit seinen Aktivitäten dazu bei, die Kosten des Bades zu verringern.

Nach der pandemie-bedingten späten Öffnung sei das Zwerger Bad ein beliebter Anlaufpunkt gewesen. Allerdings sei krisenbedingt die Besucherzahl erwartungsgemäß deutlich niedriger als in den Vorjahren. Der Förderverein hatte ein Einlasssystem entwickelt, damit nicht zu viele Besucher gleichzeitig in der Anlage sind.

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