250.000 Euro eingeplant

Nachtragshaushalt beschlossen: Gemeinschaftshaus Zwergen wird saniert

Liebenau. Die Stadtverordnetenversammlung Liebenau hat den Nachtragshaushalt für 2016 beschlossen. Als weiterer Kostenpunkt ist das Dorfgemeinschaftshaus in Zwergen hinzugekommen.

Das soll nach dem Ergebnis einer Überprüfung der öffentlichen Versammlungsorte grundlegend saniert werden. Dazu werden weitere 250.000 Euro eingeplant. Für die Erweiterung des Liebenauer Kindergartens, um mehr Platz für die Kinderbetreuung zu schaffen, werden 220.000 Euro als zusätzliche Kosten angegeben.

Zum Nachtragshaushalt 

Harald Munser

Einstimmig war der Beschluss nicht. Kritik gab es, wie beim Ursprungshaushalt, wegen der beabsichtigten interkommunalen Zusammenarbeit in der Finanzverwaltung. Liebenau werde sich wohl mit Calden zusammenschließen, auch um Kosten für extern übernommene Verwaltungsaufgaben zu senken, so Bürgermeister Harald Munser (FWG). Gestritten werde vor allem über die für diese Zusammenarbeit einberechnete Personalstelle, die für weitere Kosten im ohnehin schon belasteten Haushalt sorge.

Mit Blick auf die anstehenden Arbeiten zum Haushalt für das kommende Jahr will Munser wieder einen Workshop einrichten, der sich nicht an der Parteien-Verteilung im Parlament orientiert. Jeweils drei Vertreter von FWG, SPD und CDU sollen daran beteiligt sein. „Wir sind nicht in Berlin, sondern in Liebenau, wir arbeiten gemeinsam an einer Lösung“, begründet der Bürgermeister den Schritt und ergänzt: „Fakt ist, uns fehlt Geld im Haushalt.“ Ohne Sparschritte werde der Liebenauer Haushalt 2017 nicht auskommen.

Zur Flüchtlingssituation 

Einstimmigkeit habe es dagegen bei der positiven Bewertung der Flüchtlingssituation in Liebenau gegeben. Derzeit würden etwa 35 Flüchtlinge betreut, die Strategie der Aufteilung auf die Liebenauer Stadtteile sei aber voll aufgegangen, sagt Harald Munser und hebt vor allem die Leistung der ehrenamtlichen Unterstützer hervor, die 99 Prozent der Integrationsarbeit übernehmen würden.

Zur Sanierung der K64 

Für den geplanten Um- und Ausbau der Kreisstraße 64 im Bereich Alter Steinweg sind die Förderanträge gestellt. Im August werde es eine Anliegerversammlung geben, um mit den von dem Straßenbauprojekt betroffenen Anwohnern ins Gespräch zu kommen und Informationen weiterzugeben, sagt Bürgermeister Munser. Der genaue Termin werde noch bekannt gegeben. Die Sanierung der Straße quer durch die Ortsmitte sei ein „langwieriger Prozess mit einigen Hürden“.

Naturpark Reinhardswald 

Die Ausdehnung der Gebietskulisse des Naturparks Reinhardswald auf das Diemeltal sei sehr positiv und eine echte Chance für den Tourismus in Liebenau, findet Harald Munser. Bedenken seien vor allem von den Landwirten im Parlament geäußert worden, die wirtschaftliche Nachteile befürchteten. Da es sich aber nicht um ein Landschaftsschutzgebiet oder ein Bioreservoir handele, sei das nicht der Fall, so Munser weiter.

Rubriklistenbild: © dpa

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