Für Kinder bis sechs Jahre

Jahrmarkt im Vorgarten: Ostheimer betreibt Karussell bis zum Herbst

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Fast wie beim Viehmarkt: Den Kindern macht es riesig Spaß, auf dem Karussell von Lothar Küchmann ein paar Runden zu drehen. Die kleine Maila genoss die Fahrt ganz bestimmt und will auf jeden Fall mit ihren Feuerwehrfreunden wiederkommen.

Ostheim. „Noch ‘ne Runde rückwärts“, rufen die Kinder im Chor. Lothar Küchmann wartet nicht lange und bringt für die künftigen Ostheimer Brandlöscher sein Karussell im Liebenauer Stadtteil in Fahrt.

„Wenn ich zuhause bin und Kinder Lust haben, eine Runde zu drehen, ist das jederzeit möglich“, sagt Küchmann, der in seinem Dorf wahrlich kein Unbekannter ist. Erst vergangenen Sommer hatte er den Bürgern eine Bank spendiert, die er inzwischen aber wieder abbauen musste. Sein jüngstes Projekt ist nun das Karussell, ein einfaches Exemplar Marke Eigenbau, was dennoch seinen Zweck erfüllt. „Das habe ich bei der Feuerwehr Niedermeiser entdeckt, wo es zum Verkauf stand“, erzählt der Ostheimer. Was es gekostet hat, mag er nicht verraten, nur so viel: Es sei nicht teuer gewesen.

Über vier hängende Sitze verfügt das pilzartige Spaßgerät, was somit an ein Mini-Kettenkarussell erinnert. Angetrieben wird es mit Strom, in dem Fall aus Küchmanns Steckdose. „Über die Stromkosten mache ich mir überhaupt keine Gedanken, schließlich habe ich reichlich Fotovoltaik auf dem Dach.“

Los geht's: Da das Karussell nur über vier Plätze verfügt, helfen die wartenden Kinder Lothar Küchmann gern beim Steuern des Karussells. Amelie, Hannes und Noah (von links) finden es sowieso toll, dass sie am Ende ihrer Gruppenstunde Karussell fahren dürfen.

Da für die richtige Atmosphäre auch Musik dazu gehört, ertönt aus einem kleinen Rekorder vom Hauseingang her deutscher Schlager, Gute-Laune-Musik eben, die einfach dazugehört. Und zwischendrin gibt Lothar, wie ihn eigentlich jedermann im Dorf nennt, noch eine Runde Gummibärchen für alle.

Für die Kinder der örtlichen Feuerwehr ist Küchmanns Angebot eine tolle Sache: Ihr Stützpunkt, wo sie sich allwöchentlich zur Gruppenstunde treffen, ist gleich neben Küchmanns Grundstück.

Gebaut haben soll das Karussell Günther Gerke, der in Calden einen Getränkemarkt hatte und vor ein paar Jahren verstorben ist. Da er seine Konstruktion öffentlich wegen des TÜVs nicht nutzen durfte, gab er es dann der Feuerwehr Obermeiser, die es nun im Nachbarort verkaufte. Wie alt es ist, weiß inzwischen niemand mehr genau.

Bis zum Herbst will der 73-Jährige sein Karussell laufen lassen. Dann werde es für den Winter erst mal abgebaut. Am besten geeignet ist es für Kinder bis sechs Jahre, da die Sitze klein und recht tief angebracht sind. Wer eine Tour im Kreis fahren mag, sollte sich nicht scheuen, bei Küchmanns zu klingeln - sollte der Hausherr da sein, wird er auf jeden Fall sein Spielzeug in Gang setzen.

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