Unterkunft für Asylsuchende: Flüchtlinge kommen nach Liebenau

Im Gespräch als Unterkunft für Flüchtlinge: Eine ehemalige Lehrerwohnung im Dorfgemeinschaftshaus in Ostheim. Hier könnte eine Familie oder eine Wohngemeinschaft leben. Archivfoto: John

Liebenau.  Auch in der Stadt Liebenau sollen künftig mehrere Flüchtlinge untergebracht werden. Bis zum Jahresende erwartet die Stadt etwa 30 Asylsuchende, die zum Beispiel in privaten Herberge unterkommen können.

Dabei handelt es sich nicht um eine Erst- oder Notaufnahme, sondern um Asylsuchende, die nach dem Aufenthalt in einem Erstaufnahmelager zum Beispiel in Wohnungen der Dorfgemeinschaftshäuser oder privaten Herbergen untergebracht werden sollen. 

„Im Gespräch für eine Aufnahme sind die ehemaligen Lehrerwohnungen in den jetzigen Dorfgemeinschaftshäusern Ostheim und Zwergen sowie die alte Schule in Haueda“, sagte Bürgermeister Harald Munser auf der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend. In Haueda werde in ein bis zwei Wochen eine Wohnung in der alten Schule renoviert sein, sodass eine Familie einziehen könne.

In Niedermeiser wohne bereits eine Familie im Pfarrhaus, erklärte Munser. Insgesamt rechnet er mit ungefähr 30 Asylsuchenden, die bis Jahresende in die Ortsteile kommen.

Der Landkreis Kassel war zuvor auf die Stadt zugekommen und hatte sich nach leerstehenden Gebäuden erkundigt. „Klar ist, dass in Liebenau keine Gemeinschaftsunterkunft errichtet werden soll“, so Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises.

Flüchtlinge, die dem Landkreis zugeordnet sind, sollen in Wohnungen in Liebenau untergebracht werden, dafür müssten diese jedoch kein abgeschlossenes Asylverfahren durchlaufen haben, so Kühlborn. Der Landkreis geht also ein Mietverhältnis mit der Stadt, beziehungsweise mit den Eigentümern der privaten Wohnungen ein.

„Wir werden mit Vertretern von Kirche, Stadt und Bürgern Flüchtlingsunterstützerkreise für die Stadtteile bilden, umdie Organisation zu erleichtern“, erklärte Munser.

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