Zwetschgenfest in Lamerden

Für gutes Mus braucht es viel Geduld

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Das dampft ordentlich: Peter Ulbricht und Inge Kuhlebert kochen die Zwetschgen ein. 

Dampf steigt aus dem Kupferkessel im Lamerdener Museum. Drei Zentner Zwetschgen werden mit einem Kilo Zucker und Gewürzen, wie Zimt, Kardamom und Muskat zu Mus verarbeitet.

Dazu braucht es viel Geduld und Kraft. Damit aus dem Obst ein leckerer Aufstrich werden kann, wurde schon um 8 Uhr ein Feuer unter dem Topf entzündet. Ab dann heißt es nämlich: rühren – ganz ohne Unterbrechung.

Das kann ganz schön an die Substanz gehen, denn „die Zwetschgen müssen acht bis zehn Stunden kochen“, sagt Peter Ulbricht, der am Kessel steht und sich ungefähr alle zehn Minuten mit anderen Männern abwechselt.

Ganz ungefährlich ist das Musen, wie es genannt wird, nicht. Die heiße Flüssigkeit kann Brandblasen an den Händen hinterlassen, wie Ulbricht schon selbst erfahren musste. „Das ist eine spritzige Angelegenheit“, sagt er.

Karin Ulbricht (links) und Hannelore Rudolph zeigen Zwetschgen-Likör und das fertige Mus.

Neben dem Mus gab es noch weitere Produkte auf dem Fest zu kaufen, das in diesem Jahr wegen der frühen Reife der Zwetschgen um zwei Wochen vorverlegt werden musste. Die Besucher konnten zwischen 13 verschiedenen Kuchenvarianten wählen, Zwetschgen-Likör kaufen oder sich eine Zwetschgen-Wurst vom Grill genehmigen.

Das Fest wird im Dorf und auch von den Menschen aus der Umgebung gut angenommen, so Karin Ulbricht, die zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Museums in Lamerden gehört. Im vergangenen Jahr seien 1000 Besucher gekommen und das Mus habe einen guten Absatz gefunden.

Die fruchtigen Aufstriche, die an diesem Tag nicht verkauft wurden, sind unter anderem in der Landmetzgerei Manzow in Eberschütz, im Bürgerhaus Stammen und auf dem Weihnachtsmarkt in Breuna zu bekommen.

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