Acht Zentner Kartoffeln ratzfatz weggeputzt

Lamerder Kartoffelfest lockt großes Publikum

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Lamerden. Ausnahmezustand im kleinen Diemeldorf Lamerden: Am Sonntag lud der Ort zum beliebten Kartoffelfest. Wenn die tolle Knolle lockt, folgen Hunderte, wenn nicht gar Tausende.

Appetit auf frische Kartoffelpuffer, Pennije aus dem Bruggepott oder Runzelkartoffel von den Kanaren hatten schon die Ersten eine Stunde vor Festbeginn. „Tatsächlich warteten da schon einige auf den Startschuss“, sagte Karin Ulbricht, Chefin des veranstaltenden Heimatvereins. Eine weitere Stunde später, also um die Mittagszeit, war Lamerden zugeparkt.

Rote, gelbe und violette Erdäpfel: Die beiden Freundinnen Renate Aulbach und Doris Lohmann (von links) bedienten sich am Kartoffelstand, wo viele alte Sorten im Angebot standen.

Evergreens auf Zuruf

Und so war einmal wieder mächtig was los auf der Festmeile zwischen Haus Reining, der Kirche und der Diemel, wo neben den vielen kulinarischen Ständen zahlreiche Anbieter ihre selbst gemachten Produkte verkauften. Gute Laune zauberten die Straßenmusiker der Kapelle Brumm in den Kartoffelsonntag, spielten Evergreens auf Zuruf und verstanden es einfach, das Publikum mitzureißen.

Zauberten Stimmung ins Fest: Die Kapelle Brumm wusste die Gäste zu unterhalten – mit Liedern, die das reife Publikum gerne hört, beglückten sie die Besucher.

Mit schönen Liedern zum Mitsummen verwöhnten auch die Drehorgelspieler Ehepaar Gundermann die Gäste – „die beiden gehören einfach dazu, sie sind ein Muss bei unserem Fest“, bemerkte Ulbricht. Schon öfter dabei waren auch die Linedancer aus Hümme, die zeigten, dass ihr Tanz auch zu Schlager wunderbar funktioniert.

Museum auf Hochglanz

Schon tagelang vor dem Fest waren die Mitglieder des Heimatvereins im Einsatz: Sie brachten ihr Museum auf Hochglanz, stellten die neue Überdachung am Hintereingang fertig und schälten vor allen Dingen Unmengen an Kartoffeln: „Ganze acht Zentner haben wir diesmal vorbereitet, wovon wir sechs für die Puffer genommen haben.“ Die gingen übrigens irgendwann in den frühen Nachmittagsstunden aus, da der Andrang der hungrigen Gäste so immens war.

Drehorgelcharme: Dorothea und Helmut Gundermann machen seit Jahren beim Fest mit. Dieses Mal spielten sie sogar beim einleitenden Gottesdienst.

Eine gute Nachricht hatte die Vereinsvorsitzende bei der Veranstaltung zu verkünden: „Dieses Jahr gibt es genug Zwetschen, weshalb wir im Oktober wieder zum Zwetschenfest laden.“

Da beim letzten Mal 600 Gläser Mus Absatz fanden, werden sie einen Teil dafür demnächst schon vorbereiten, verriet die Lamerderin. Auch beim Tag des offenen Denkmals im September wird Haus Reining geöffnet sein.

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