Förderprogramme vorgestellt

Liebenau: 100.000 Euro Fördergeld sind bereits geflossen

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Präsentation: Die Fördermöglichkeiten für die Liebenauer präsentierten (von links) Hauptamtsleiter Sascha Thöne, Dorfplanerin Michaela Weinert, Erster Stadtrat Werner Jordan, Bürgermeister Harald Munser sowie Ute Raband (Region Kassel-Land). 

Liebenau. Bei einer Bürgerversammlung in Liebenau wurden drei Förderprogramme einmal näher vorgestellt.

Über Fördermöglichkeiten in Liebenau wurde bei einer Bürgerversammlung in der örtlichen Kulturscheune informiert. Drei verschiedene Programme standen bei der Zusammenkunft im Fokus: Das Dorfentwicklungsprogramm (IKEK), das Leader-Programm sowie die EKM, welche zur EAM gehört.

Rund 50 Liebenauer nutzen am Dienstagabend die Gelegenheit, sich über Förderprogramme zu informieren. Mehr als 100 000 Euro sind aus dem IKEK Programm schon in die Gemeinde geflossen. 

Dass in Liebenau schon einige von der IKEK-Förderung profitiert haben, machte Dirk Hofmann von der Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Kassel anhand von Zahlen deutlich: Etwas mehr als 100.000 Euro seien schon an Förderung in die verschiedenen Stadtteile geflossen. Dazu zählt beispielsweise auch ein Umbau einer Scheune, die künftig als Wohnhaus genutzt wird und dafür die maximale Summe von 45 000 Euro bekam. Zehn Projekte wurden bisher bewilligt, vier seien derzeit in Bearbeitung, ergänzte Hofmann. Grundsätzlich macht es laut dem Landkreisvertreter Sinn, Anträge im Frühjahr abzugeben, da jetzt im Herbst die Töpfe so gut wie leer seien. Wer plant sein Haus zu sanieren, kann dafür Rat bei Michaela Weinert einholen, die die Stadt als Dorfplanerin eingestellt hat. Die Kosten für die Beratung übernimmt die Stadt.

Gemeinschaftshäuser vorn

Auch die Gemeinde selbst will von der Förderung des Landkreises profitieren. Als Ergebnis einer detaillierten Analyse über die öffentlichen Gegenheiten in den acht Stadtteilen, setzte man das Thema Dorfgemeinschaftshäuser an die Spitze.

40 Versammlungsstätten gebe es im gesamten Stadtgebiet, sagte Bürgermeister Harald Munser, nun prüften sie aktuell, was im einzelnen zu tun ist. Für die Dorfgemeinschaftshäuser sollen im nächsten Haushalt 80 000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Auch das EU-Förderprogramm Leader wurde kurz vorgestellt, welches den ländlichen Raum fördern will. Das Programm ermöglicht den Menschen vor Ort, sich an dem Prozess zu beteiligen und den Raum mitzugestalten. Bis 2020 geht der kommende Förderzeitraum, in dem Projekte aus dem Themenfeldern demografische Entwicklung, Klima- und Umweltschutz sowie regionale Wirtschaftsentwicklung bevorzugt werden.

Umweltprojekte

Auch die EKM (Energieeffizienz kommunal mitgestalten GmBH) gab Einblicke. Projekte die dem Klimaschutz dienen, einen effizienten Umgang mit Engergie gewährleisten oder natürliche Ressourcen schonen, haben gute Chancen hier eine Förderung zu erhalten.

Anträge nicht einfach

Von den rund 50 Bürgern, die bei der Versammlung anwesend waren, wurde kritisiert, dass zu wenig „Konkretes“ präsentiert wurde. Außerdem wurde erwähnt, dass es nicht einfach sei, einen Förderantrag durchzubringen, wie ein Zwerger anhand eines Hausabrisses schilderte, den er gefördert haben wollte. (zta)

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