Feier musste wegen Corona ausfallen

Bürgermeister Harald Munser in zweite Amtszeit in Liebenau eingeführt

Mit einem  Handschlag unter Coronabedingungen führt Stadtverordnetenvorsteher Werner Jordan Harald Munser ins Amt ein.
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Mit Schutzmaske und Handschuhen: Mit dem traditionellen Handschlag unter Coronabedingungen führte Stadtverordnetenvorsteher Werner Jordan (links) den wiedergewählten Bürgermeister Harald Munser ins Amt ein.

Die erste Amtseinführung von Bürgermeister Harald Munser fand mit einer Feier, Reden und Imbiss statt. Sechs Jahre später musste der Rahmen coronabedingt etwas schmaler ausfallen.

Liebenau – Ohne große Reden und feierlichen Rahmen verpflichtete Stadtverordnetenvorsteher Werner Jordan Munser, der am 8. November im Amt bestätigt worden war. Die Einführung war der einzige Tagesordnungspunkt der Stadtverordneten, die am Donnerstagabend in der Kulturscheune zusammenkamen. Der Erste Stadtrat Guido Müller vereidigte den Bürgermeister für seine zweite Amtszeit. Die beginnt am 1. April und endet am 31. März 2027.

Munser habe die Stadt seit 2015 vorangebracht, sagte Jordan. Als wichtigen Punkt nannte er die Sanierung der Liebenauer Altstadt. In dieser Zeit habe er auch Gegenwind gehabt – als Pilot und Flugzeugbauer wisse er aber damit umzugehen, könne Kurs halte und durchstarten. Das sei aber in Liebenau nur „mit begrenzten Mitteln“ möglich.

„Gutes Gelingen ist nichts Kleines“

Für FWG-Sprecher Eike Hancken sind die „sechs Jahre schnell vergangen“. Munser habe viel angepackt und sei vorangegangen. Er wünschte viel Glück und „die richtigen Entscheidungen“. „Gutes Gelingen ist nichts Kleines“ gab Christian Fülling Munser seitens der SPD mit auf den Weg. Auch Jutta Rüddenklau (CDU) fasste sich kurz: Der Bürgermeister habe mit und nach Corona „eine anstrengende Zeit vor sich“. Dazu wünschte sie Kraft, Gesundheit und gute Entscheidungen.

Jetzt beginne der zweite Teil „einer großen Herausforderung“, sagte Harald Munser in der Kulturscheune. Die Arbeit funktioniere nur, wenn Stadtverordnete und Vereine mehrheitlich hinter dem Bürgermeister ständen. Mit „nie da gewesenen Steuererhöhungen“ habe sich die Stadt einen kleinen Gestaltungsspielraum erarbeitet.

Familie verfolgte die Einführung

Der Bürgermeister erinnerte an wichtige Entscheidungen: die Abschaffung der Straßenbeiträge, die Breitbandversorgung, den Bau des Hochbehälters in Zwergen und des Dorfgemeinschaftshauses in Zwergen sowie die Verringerung von Schulden. Das neue Seniorenzentrum schaffe einen würdevollen Altersruhesitz für die Liebenauer. In den nächsten sechs Jahren werden die Schaffung von Bauland und Gewerbeflächen sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden wichtige Themen.

Bei allen strittigen Diskussionen sei es wichtig, dass man anschließend miteinander ein Bier trinken könne. Mit den Stadtverordneten anstoßen will der alte neue Bürgermeister, sobald die Coronaregeln das wieder zulassen. Unter den Gästen verfolgten Munsers Familie und seine Eltern die Einführung in der Kulturscheune.

Für den 25. März kündigte Parlamentschef Jordan eine Sondersitzung an. Dann sollen die Stadtverordneten über einen Eilantrag zur Schaffung von Bauplätzen in Niedermeiser beraten und entscheiden. Den hatte Bürgermeister Munser schon für Donnerstag vorgelegt, der Antrag erhielt aber nicht die erforderliche Mehrheit, um kurzfristig auf die Tagesordnung genommen zu werden. (Bernd Schünemann)

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