Liebenau sucht neue Pläne für Trinkwasser

Liebenau. Das Trinkwasser in Liebenau kann wieder bedenkenlos konsumiert werden. Nachdem am Montag die dritte Probe als unbelastet bestätigt worden war, konnte der Bürgermeister nun Entwarnung für die ganze Stadt geben.

Nachdem Kolikeime gefunden wurden, musste die Stadt Liebenau rund 30 000 Euro aufwenden für die Chlorung des Wassers, wiederholte Untersuchungen, Spülungen und zusätzliche Arbeitsstunden.

Der Vorfall ist nun Auslöser dafür, dass die Stadt Liebenau in den nächsten Jahren Geld in noch nicht abschätzbarer Höhe ausgeben muss, um die Wasserversorgung aller Stadtteile auch künftig zu sichern. Noch dieses Jahr soll eine Expertenrunde sich in Liebenau zusammenfinden, um weitere Schritte zu beraten, sagte Bürgermeister Harald Munser auf Anfrage unserer Redaktion. Es geht unter anderem um die Frage, ob die Ringleitung zur Trinkwasserversorgung vervollständigt oder Verbindungen zu den Wassernetzen der Nachbarkommunen geschaffen werden.

Das vor über 20 Jahren entwickelte Ringleitungskonzept sah einen Verbund aller acht Stadtteile vor, doch bisher sind nur sechs angeschlossen. Zwei Stadtteile, Lamerden und Ostheim, haben noch ein eigenes Wassernetz, während die übrigen über die Ringleitung mit Wasser aus den Brunnen Liebenau und Zwergen versorgt werden. Derzeit aber nur aus einem Brunnen, denn die „nicht mehr sehr leistungsfähige“ Anlage in Liebenau ist seit der Suche nach der Ursache der Verschmutzung abgeschaltet. Hier muss noch in diesem Jahr für über 30 000 Euro die Pumpe erneuert werden - wenn dann der zweite Brunnen in Zwergen, etwa wie jetzt durch die Verkeimung, auch ausfallen würde, dann hätte die Stadt ein ernstes Problem, verdeutlicht Munser.

Eine Expertenrunde soll klären, ob alte Brunnen reaktiviert, die Ringleitung geschlossen oder Wasser aus Hofgeismar oder Trendelburg gekauft wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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