Stadt will keine Nachteile durch Hofgeismarer Anlagen hinnehmen

Liebenau will sich gegen Windpark wehren

Kündigt Widerstand an: Liebenaus Bürgermeister Harald Munser. Archivfoto: Gehlen

Liebenau. Die Stadt Liebenau will alles gesetzlich Mögliche tun, um sich gegen Beeinträchtigungen durch die geplanten Windkraftanlagen auf dem Heuberg bei Hofgeismar zu wehren.

Das sagte Bürgermeister Harald Munser im Gespräch mit unserer Zeitung.

Im Vorfeld der Planungen für sechs neue Anlagen im Hofgeismarer Stadtwald war bekannt geworden, dass es an einigen Tagen im Jahr für kurze Zeit zu Schattenwürfen in Wohngebieten von Lamerden und Ostheim kommen könnte. „Wir werden sachlich mit dem Thema umgehen und nach der Offenlegung der Unterlagen diese prüfen und unsere Stellungnahme abgeben“, sagte der Liebenauer Verwaltungschef. Und überall, wo Liebenauer Bürger beeinträchtigt werden, etwa durch Geräusche oder Schlagschatten, da werde man Einsprüche geltend machen.

„Wir sind sehr für die Energiewende, aber die Liebenauer hatten davon bisher nur Nachteile und keine wirtschaftlichen Vorteile“, stellt Munser klar. Er verweist damit auf die Tatsache, dass Liebenau und mehrere Stadtteile im Laufe der vergangenen rund 20 Jahre nach und nach auf mehreren Seiten von Windkraftanlagen umzingelt wurden, vor allem auf westfälischer Seite, wo die hessische Stadt keinerlei Einfluss nehmen konnte. Die Anlagen entstanden auch nicht in massiven Projekten, sondern schrittweise in einem schleichenden Prozess, so dass man sich nach und nach daran gewöhnt habe.

Doch wenn jetzt auch noch auf der bisher unverbauten Südostseite Windräder aufgestellt würden, wäre Liebenau umzingelt. Vor allem, weil es für Liebenau offenbar wieder nur Nachteile, aber keine Vorteile gebe, werde man das sehr kritisch verfolgen.

Selbst engagieren will sich die Stadt dagegen in einem eigenen kleinen Windpark, der mit zwei oder drei Anlagen auf dem Bratberg zwischen Niedermeiser, Zwergen und Ersen geplant ist.

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