Vierbeiner war sogar Thema im Stadtparlament

Ziege ärgert Liebenauer: Das Tier konnte bisher nicht eingefangen werden

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Im trockenen Unterstand: Nach der Stadtverordnetensitzung, in der über das Tier geredet worden war, stand die freilaufende Ziege vor der Filiale der Liebenauer Sparkasse. 

Liebenau. Ziege abzugeben: So heißt es immer noch in Liebenau. Schon seit Ende des vergangenen Jahres ist der gehörnte Vierbeiner in der Diemelstadt unterwegs.

Habhaft werden kann man seiner nicht, bisher scheiterten alle Versuche, das Tier einzufangen.

Und so wurde die Ziege inzwischen sogar zum Thema im Stadtparlament. In der jüngsten Sitzung beschwerte sich eine Liebenauerin, dass das Tier ihre Rosenknospen abgefressen habe: „Das ist nicht mehr hinnehmbar“, schimpfte sie vor den Stadtverordneten.

Doch die konnten nur mit den Schultern zucken, genauso wie Bürgermeister Harald Munser und die anwesenden Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Hauptamtsleiter Sascha Thöne berichtete den Parlamentariern und Zuhörern von mehreren gescheiterten Fangversuchen.

Auch ein Tierarzt, der mit einem Blasrohr Betäubungspfeile abschießen darf, war damit schon unterwegs – und kam nicht zum Schuss. Für den Einsatz musste die Stadt dennoch 100 Euro bezahlen, informierte Thöne. Deswegen wird im Rathaus inzwischen genau überlegt, wann der Tierarzt mit seinem Blasrohr zu Hilfe gerufen werden soll. Bürgermeister Munser berichtete von dem Angebot eines Liebenauers, dem Tier Obdach zu gewähren. Jetzt müsse man nur noch das Tier davon überzeugen.

Der Stadtverordnete Friedrich Rudert empfahl, eine Falle zu bauen. Als Köder könnten ja frische Rosen verwendet werden. Die Ziege hatte offensichtlich Interesse an der Veranstaltung. Sie beobachtete bei leichtem Regen aus ihrem trockenen Unterstand vor der Liebenauer Sparkasse, wie Stadtverordnete und Zuhörer nach Einbruch der Dunkelheit die Sitzung verließen. Eingefangen werden konnte sie nicht. 

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