Intensive Recherchen

Nach zehn Jahren fertig: Neue Ortschronik für Lamerden

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Neue Ortschronik: Herbert Klode (Mitte) hat die Geschichte Lamerdens aufgezeichnet. Unser Bild zeigt ihn mit (von links) Bürgermeister Harald Munser, Lektor Helmut Burmeister und den ersten Käufern Carla Friedrich und Moritz Friedrich. 

Lamerden. Einblick in Lamerdens Geschichte: Hobbyhistoriker Herbert Klode hat nach zehn Jahren Arbeit sein Werk „Lamerden – Chronik und Dorfleben mit Spurensuche" veröffentlicht. 

Der 81-Jährige präsentierte die Ortschronik beim Kaffetrinken in gemütlicher Runde im örtlichen Heimatmuseum "Haus Reining". Klode ist in Lamerden geboren und aufgewachsen. Der ehemalige Bauamtsleiter lebt in Hofgeismar, ist seinem Heimatort aber immer verbunden geblieben. Schon Anfang der 50er Jahre hat er angefangen, das Dorfleben und den Alltag der Menschen in Lamerden zu fotografieren. Die Begeisterung für Geschichte liegt bei ihm in der Familie. "Schon meine Mutter, ihr Onkel und mein Urgroßvater haben privat eine Familienchronik geschrieben", so Klode. Darin hätten sie neben familiären Ereignissen auch Begebenheiten im Dorf notiert, wie beispielsweise den Bau einer neuen Straße.

Die Idee, eine Ortschronik zu erstellen, kam den Lamerdern anlässlich ihrer 900-Jahr-Feier. "Wir fanden die Idee schön, passend zu unserem Jubiläum eine Dorfchronik zu haben", erinnert sich Karin Ulbricht, Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins. Herbert Klode sei der dann derjenige gewesen, der sich der Aufgabe angenommen hat. Rechtzeitig zum Jubiläum ist die Chronik dann aber nicht fertig geworden. Insgesamt zehn Jahre hat Klode bis zur Veröffentlichung daran gearbeitet. Für ihn war das eine Zeit der intensiven Recherche: "Ich habe stapelweise Bücher gelesen und alte Texte von Plattdeutsch in Hochdeutsch übersetzt, damit es alle lesen können." Am schwierigsten sei es gewesen, aus der großen Menge an Material nur die Informationen herauszufiltern, die für die Gemeinde interessant sind. Es sei aufwändig gewesen, aus den zahlreichen Aufzeichnungen nur das herauszuarbeiten, was für die Gemeinde interessant ist. 

Nicht alle Texte stammen von Klode selbst, auch andere Autoren Beiträge für die Ortschronik verfasst. Über 400 Abbildungen, persönliche Erlebnisberichte über das Kriegsende und die Flucht aus Ostpreußen sowie Erinnerungen an die damalige Schulzeit gestalten die Chronik lebendig. Auch Lamerden im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte thematisiert das Werk.

Klode ist froh, das Projekt nun fertiggestellt zu haben. "Ich freue mich, den Lamerdern etwas geben zu können, wo die Geschichte ihres Heimatorts festgehalten wurde."

Die Chronik ist ab sofort erhältlich. Sie kostet 20 Euro und kann im Lamerder Dorflädchen oder direkt bei Karin Ulbricht, Tel. 0 56 76 / 16 44, gekauft werden.

Von Lilli Elsebach

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